Kanadas Perle am Atlantik in Nova Scotia – Cape Breton Island

Kanadas Perle am Atlantik – Kaum größer als die Schweiz

Die zweitkleinste kanadische Provinz Nova Scotia (Neuschottland) erstreckt sich über eine Fläche, die nur unwesentlich größer ist als die der Schweiz. Sie besteht zu etwa drei Vierteln aus einer Halbinsel und zu einem Viertel aus der im Nordosten davon gelegenen Cape Breton-Island (Kap-Breton-Insel).

In der Provinz leben ca. 950.000 Einwohner, wobei rund 40% davon die Provinzhauptstadt Halifax besiedeln. Die Neuschottländer haben unterschiedliche Herkunft, so kamen – wie es der Name schon andeutet – ursprünglich viele davon aus Schottland, aber auch viele Iren, Deutsche und Akadier leben neben anderen Volksgruppen dort friedlich mit- und nebeneinander.

Wirtschaftliche Schwerpunkte sind, neben der klassischen Fischerei und Holzwirtschaft, die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse wie Wein, Obst und Gemüse.

Aber auch der Tourismus sowie einige wenige Industriezweige wie z.B. die Marinewerften in Halifax tragen nennenswert zum Sozialprodukt bei.

Natur pur

Mit über 7.400 Kilometern Küstenlinie und 5.400 Seen ist die kanadische Provinz ein Eldorado für Naturliebhaber. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen im Sommer bei ca. 20 bis 25 und im Winter bei ca. -8 bis 7 Grad. Geographisch liegt Nova Scotia auf dem gleichen Breitengrad wie Südfrankreich und wird von vielen Besuchern als Naturschönheit in ihrer rauen, ursprünglichen und unverfälschten Form gesehen. Tiefe Wälder, klare Flüsse und Seen, kilometerlange Sandstrände und felsige Steilküsten prägen diese Ostprovinz Kanadas.

Große Wildtierbestände bei Schwarzbären und Elchen sowie Weißkopfseeadlern, Coyoten, Bibern und Bobcats künden von weitgehend unberührter und weitläufiger Natur. Nicht nur Angler oder „Whale watcher“ (Walbeobachter), sondern auch Segler und Wassersportler kommen auf einem der zahlreichen kristallklaren Seen oder dem „Bras Dor Lake“, dem großen Binnenmeer auf Cape Breton Island, auf ihre Kosten.

Schöne Reiserouten

Elf verschiedene Reiserouten („Trails“) machen Nova Scotia zu einem der beliebtesten Reiseziele in Kanada. Als besonderes Beispiel hierfür mag der „Cabot Trail“ auf Cape Breton Island dienen, welcher nicht nur von den Kanadiern als eine der schönsten Küstenstraßen der Welt bezeichnet wird. Diese wunderbare Straße, welche in majestätischen Bergflanken angelegt wurde, ermöglicht einen Blick auf die Hochebene des Cape Breton Highland National Parks sowie auf die atemberaubenden Steilküsten am Atlantik. Eine Rundfahrt mit Auto oder Motorrad ist ein unvergessliches Ereignis, besonders wenn dieses im „Indian Summer“ erfolgt. Denn zu dieser Jahreszeit ist die Landschaft – verursacht durch den kanadischen Ahorn – durch eine unbeschreibliche Farbenpracht geprägt, wie sie weltweit ihres gleichen sucht. Nicht umsonst wurde Cape Breton Island bereits mehrfach zur schönsten Insel Nordamerikas gekürt.

Das Flair früherer Zeiten

Der erste SOS-Funkspruch der Titanic wurde in Canso empfangen, und das Schiff ging nur wenige Hundert Kilometer vor Nova Scotias Küste unter. Noch heute sind in der kleinen Hafenstadt Sydney etliche Gräber der Opfer dieser Katastrophe zu finden. In Neuschottland spricht man daher auch oft von „unserer Titanic“. Überhaupt ist in weiten Teilen dieser Provinz lebendige Geschichte anzutreffen. In „Luenenburg“ beispielsweise kündet bereits der Name von den deutschen Wurzeln. Die historische Altstadt und der Hafen waren Anlass genug, die Stadt 1995 zum Weltkulturerbe zu erklären. Dort ist auch der Rennschoner Bluenose 2 beheimatet, welcher noch heute durch die klaren Gewässer vor Nova Scotia kreuzt. Alle zwei Jahre, so auch aktuell vom 19. bis 29. Juli 2012, findet im Hafen von Hauptstadt Halifax ein Treffen von Großseglern aus aller Welt statt.

Auf eine besondere Zeitreise lädt den Besucher die Veranstaltung auf der „Fortress of Louisbourg“ ein. Hier sorgen bis zu 100 Schauspieler in historischen Kostümen für ein Flair längst vergangener Tage. Das Alltagsleben der französischen Festungsbesatzung sowie der Dorfbewohner wird dabei wieder lebendig.

Viele Vorteile

Die Mehrwertsteuer von 15%, deren Einnahmen sowohl zur Krankenbasisversicherung als auch für die Grundrente herangezogen werden, die Energiekosten, welche ca. 25% unter denen in Deutschland liegen, eine recht bürgerorientierte Verwaltung sowie eine gute Infrastruktur und eine dünne Besiedlung machen die Provinz Nova Scotia zusehends auch für europäische Bürger und Investoren interessant. Nicht zuletzt deshalb, weil gutes Bauland in traumhafter Lage noch zu erschwinglichen Preisen rechtssicher zu erwerben ist. Besonders bei EU-Bürgern aus dem deutschen Kulturkreis ist Cape Breton Island, die Perle Nova Scotias, beliebt – nicht zuletzt als Zufluchtsort für diejenigen, die in den kommenden Jahren in Europa schlechtere Zeiten anbrechen sehen.

Autor: Frank Eckhardt

Der gelernte Finanzfachwirt Frank Eckhardt ist seit 1990 als freier Finanzberater im Bereich Vermögensicherung tätig. Er ist Anhänger der „Österreichischen Schule“, Mitglied mehrerer libertärer Zirkel und Mitglied des Mittelstand-Instituts in Hannover. Eckhardt gilt zudem als Experte auf dem Gebiet der Autarkie und Selbstversorgung (www.autarkewelt.de). Der langjährige Kenner von Nova Scotia und insbesondere von Cape Breton Island betreibt mit seiner Landerschließungsfirma F.E. Property (www.fe-propertysales.com) die Planung und Umsetzung deutsch-kanadischer Netzwerke.

aus Smart Investor 8/2012