Löcher in der Matrix – Stur, sturer, Putin

„Analyse zum G-8-Gipfel: Putin, der sture Störenfried“ (bild.de, 18.6.2013)

Nach erfolgreicher Destabilisierung Syriens laufen die Vorbereitungen für einen Regimewechsel auf Hochtouren. Auch das obligatorische Giftgas wurde wieder einmal gefunden und soll diesmal sogar von der richtigen Seite eingesetzt worden sein. Warum der ohnehin bedrängte Assad nun auch noch die „Smoking Gun“ für einen offenen Krieg frei Haus liefern sollte, ist eine Frage, die wohl nur die Geheimdienste beantworten können. Der russische Staatschef Putin dürfte jedenfalls ziemlich genau wissen, was gespielt wird. Statt seiner Argumente erfahren wir aber nur Oberflächliches: „Wie Russlands Präsident die Chefs der wichtigsten Nationen der Welt nervte. … Stur, sturer, Putin“. Genau, Putin der unbelehrbare Macho. Und weil es gar so schön ist, wird am Ende dieser „Analyse“ noch einmal herzhaft nachgetreten: „Er [Putin] weiß: Rein wirtschaftlich hat sein Land bei den G-8 nicht viel verloren.“ – Im Prinzip richtig, aber irgendwie auch ein Eigentor, denn Russland ist nicht annähernd so bankrott wie der Rest der G-8-Staaten. Apropos „nicht viel verloren haben“: In der Bildunterschrift des Beitrags lesen wir „Die Staatschefs der G-8 bei ihrem Treffen in Nordirland“, auf dem Podium aber zählen wir zehn Personen. Und tatsächlich: An den Rändern haben sich die Aktivisten Barroso und van Rompuy von der Nichtregierungsorganisation „EU“ mit auf die Bühne geschlichen. Offenbar waren die Sicherheitsvorkehrungen in Enniskillen einigermaßen lax.

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