Löcher in der Matrix – Es lebe die Fürsorge!

Gesundheitswesen: US-Sparpläne belasten Fresenius Medical Care (handelsblatt.com, 2.7.2013)

Lernten wir nicht erst kürzlich, dass nun endlich, endlich auch die Amerikaner in den „Genuss“ staatlicher Gesundheitsfürsorge kämen? Da auch in den USA eine zunehmende Anzahl Erwachsener sich schlicht schwer damit tut, sich als solche zu verhalten, übernimmt die staatliche Nanny auch diesen Bereich. Kaum auf die Schienen gesetzt, erfahren wir von Kürzungsplänen, denn die Budgets reichen hinten und vorne nicht – eine nicht völlig unerwartete Entwicklung, wenn der Staat eine Sache in die Hand nimmt. Würde er in die Produktion von iPhones einsteigen, dann würden deren Funktionen über die Jahre wohl kontinuierlich abgespeckt, während die Preise ebenso kontinuierlich anstiegen. Zudem brächte die staatliche iPhone-Produktion das Kunststück fertig, horrende Defizite zu erwirtschaften. Und da diese Telefone niemand kaufen wollte, der bei Trost ist, würde dann jeder Bürger ab 10 Jahren – um der Solidarität und Gerechtigkeit willen – zwangsvergattert ein solches Gerät abzunehmen. Das nur nebenbei. Die Moral aus den aktuellen Sparplänen des US-Gesundheitswesens ist aber eine andere. Wer darauf gesetzt hatte, dass eine ohnehin alternde Bevölkerung durch den „American Way of Junk Food“ zusätzlich noch den Diabetes-Turbo zündet, hat zwar im Prinzip Recht, aber den entscheidenden dritten Faktor übersehen: Dialyse-Patienten sind im Gegensatz zu gut vernetzten Großbanken leider nicht systemrelevant.

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