Löcher in der Matrix – Geld, garantiert billig!

„Niedrigzinspolitik: US-Notenbankchef Bernanke garantiert billiges Geld“ (spiegel.de, 11.7.2013)

Noch vor wenigen Wochen deutete Fed-Chef Bernanke an, die Niedrigzinspolitik und der Ankauf von US-Staatsanleihen durch die Fed könnten nächstes Jahr zu einem Ende kommen. Geglaubt hatte ihm das ohnehin niemand, der sich ein wenig im Geldsystem auskennt. Nun behauptet er das Gegenteil: Für absehbare Zeit sei die sehr expansive Geldpolitik das, was die US-Wirtschaft brauche. Eine offensichtliche Tatsache. Warum Bernanke überhaupt etwas anderes gesagt hatte? Möglicherweise wollte er wenigstens den Anschein erzeugen, noch Herr des Verfahrens zu sein, gar Handlungsoptionen zu besitzen. Er hat sie nicht. Möglicherweise sollte bewusst ein bisschen Luft aus den US-Staatsanleihen abgelassen werden, um auf ermäßigtem Niveau auch außerhalb der Fed ein paar Käufer für amerikanische Schulden anzulocken. Im Ergebnis verunsichert Bernankes verbales „Hü & Hott“ die Wirtschaftssubjekte weiter, vernichtet Wohlstand und schädigt die Wirtschaft. Mit freien Märkten hat die Kommandowirtschaft der Notenbanken und das Regime des Fiat Geldes ohnehin nichts zu tun.

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