Löcher in der Matrix – die vergessene Krise

„Sinn sagt unabwendbare demografische Krise voraus“(welt.de, 17.7.2013)

Dass die Demografie des Landes aus den Fugen gerät, ist seit 30 Jahren bekannt. Während die Politik Orchideenthemen wie „Gender Mainstreaming“ erfand und sich dadurch zusätzliche Probleme erst schuf, mied man das Demografiethema wie die Pest. Es mag daran liegen, dass den Menschen – also auch Wählern und Gewählten – jegliches Sensorium für langfristige Entwicklungen fehlt. Es mag auch daran liegen, dass die einen unbequeme Fakten nicht hören und die anderen sie nicht aussprechen wollten. Fakten haben jedoch die unangenehme Eigenschaft, dass sie nicht einfach verschwinden, wenn man sie ignoriert oder beschönigt. Tatsächlich verschärft sich die Situation über die reinen Kopfzahlen und Altersschichtungen hinaus durch das überproportionale Schrumpfen des Anteils der Leistungsfähigen und Leistungsbereiten in der Bevölkerung. Auch dilettantisch gesetzte Anreize können wirken, nur eben in eine unerwartete Richtung.

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