Grafik der Woche – Im Einkauf liegt der Gewinn

Performance-Bewertung-Bedeutung

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Die alte Kaufmannsweisheit „Der Gewinn liegt im Einkauf“ hat ganz offensichtlich auch am Aktienmarkt Gültigkeit. Zumindest ergibt sich dieser Schluss beim Blick auf die beiden abgebildeten Grafiken. In etwas abgewandelter Form tragen diese beiden von Raiffeisen Research erstellten Grafiken deshalb auch jeweils den Titel „Je günstiger der Kauf, desto höher der Ertrag“.

Grafik eins zeigt dabei in invertierter, also in umgekehrter Form, das zyklisch adjustierte Kurs-Gewinn-Verhältnis für den MSCI World Index seit 1980 (blaue Linie). Die orangene Linie zeigt zeitversetzt um zehn Jahre die durchschnittliche Jahresperformance des MSCI World Index vor Steuern, ohne Berücksichtigung von Inflation.

Als Ergebnis ergibt sich ein auffälliger Gleichlauf zwischen diesen beiden Linien. Letztlich bedeutet das nichts anders, als dass bei einem Kauf zu einem niedrigen Kurs-Gewinn-Verhältnis in den zehn Jahren danach höhere Renditen winken als zu einem Kauf bei einem hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis.

Konkreter in Zahlen ausgedrückt wird das Zusammenspiel in Grafik zwei. Bewegte sich das KGV zwischen 10 und 15 zum Kaufzeitpunkt, ergab sich anschließend im Schnitt ein Plus von 15 Prozent. Bei höheren Kurs-Gewinn-Verhältnissen sank dagegen die Performance. Am schlechtesten fiel das Ergebnis bei Kurs-Gewinn-Verhältnissen von mehr als 30 zum Kaufzeitpunkt aus. Im Schnitt reichte es dann nur noch zu einem Plus von 2,4 Prozent.

Das Ergebnis klingt einleuchtend und manchen Anlegern mag es sogar banal vorkommen. Im Alltagsgeschäft wird dieser einfache Grundsatz aber oft vergessen. Deshalb ist es wichtig und hilfreich, sich immer wieder an diesen Grundsatz zu erinnern und Aktien beispielsweise einfach deshalb hinterherzulaufen, weil sie gerade gut laufen und dabei nicht auf die Bewertung zu achten.

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