SIW 32/2014: Schwer angezählt

„Alternativlose“ Aktien
Wenig Grund zur Freude haben derzeit Anleger, die in Aktien investiert sind – jener Anlageklasse also, die noch bis vor kurzem landauf, landab als „alternativlos“ promotet wurde. Der Begriff der „Alternativlosigkeit“, das wurde auf politischer Ebene ja praktisch bis zum Erbrechen vorexerziert, hat vor allem eine Funktion – er soll das Nachdenken verhindern nach dem Motto: „Denkt doch was Ihr wollt, aber hier haben wir bereits für Euch gedacht.“ Gute Gründe also genauer hinzusehen, zumal die aktuelle Kursschwäche in auffälligem Widerspruch zur proklamierten Alternativlosigkeit steht. Zur sharewise Community

Langfristig vs. kurzfristig
Keine Frage, langfristig gehören Anteile an wachstumsstarken Qualitätsunternehmen neben Immobilien in Toplage zu den attraktivsten Anlageformen überhaupt. Große Vermögen werden praktisch immer mehrheitlich in realen und/oder produktiven Anlagen gehalten bzw. erworben. Mit Sparbüchern ist noch niemand reich geworden – zumindest nicht auf Seiten der Sparer. Auch „Cash“ ist allenfalls eine Parkposition – entweder bis man eine geeignete Anlage gefunden hat, oder bis sich die Gewitterwolken über der bevorzugten Anlageform verzogen haben.

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„Crack-up-Boom oder Crash?“
Denn trotz der langfristigen Überlegenheit produktiver und realer Anlageformen kann es hier zwischenzeitlich immer wieder zu erheblichen Rücksetzern kommen. Dann schlägt üblicherweise zuerst die Stunde der Value Investoren – ein Thema, dem wir uns in Smart Investor 8/2014 ausführlich gewidmet haben. Wenn „Mr. Market“ hervorragende Anlagen verschleudert, greifen sie zu. Soweit sind wir im Moment allerdings noch nicht. Mit Bedacht hatten wir in der gleichen Ausgabe die Frage „Crack-up-Boom oder Crash?“ zur Titelgeschichte erkoren – damals allerdings noch bei einem DAX-Stand von knapp 10.000 Punkten. Zur sharewise Community