Smart Investor 10/2014 – Editorial

RFSo lautet der Titel des vor wenigen Tagen erschienenen Buches von Udo Ulfkotte. Nach der ersten Durchsicht und etwas Querlesen lautet mein Vorab-Fazit: Der Autor hat recht. Erstens deckt sich der Inhalt mit vielen Beobachtungen und persönlichen Erfahrungen, und zweitens bringt Ulfkotte einen schlagkräftigen Beweis vor, gegen den praktisch kein Kraut gewachsen ist: nämlich seinen eigenen Werdegang.

Cover Gekaufte JournalistenDemnach kam er selbst in Kontakt mit transatlantischen Verbindungen und US-Geheimdiensten und stellte plötzlich fest, dass er zu deren Handlangern wurde. Das führte so weit, dass er direkt aus amerikanischen Ministerien oder von der CIA Artikel vorgelegt bekam, die er unter seinem Namen veröffentlichen sollte. Ulfkotte war damals übrigens nicht für irgendein Provinzblatt tätig, sondern für die FAZ, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, eines der deutschen Leitmedien im Printbereich. Der Autor zieht an seinem eigenen Beispiel seine Kritik an der ganzen Branche auf.

Vielleicht erinnern Sie sich noch an mein Editorial „Märchenstunde mit Frau Miosga“ vor drei Monaten (Ausgabe 7/2014). Damals erhielt ich darauf die eine oder andere Reaktion von Lesern mit dem Tenor: Miosgas Falschmeldung wäre ein Versehen gewesen, oder aber ich würde alles auf die Goldwaage legen oder Verschwörungstheorien anhängen.

Inzwischen nun wurde durch die namhafte Internet-Website Telepolis ein internes Protokoll des ARD-Programmbeirats bekannt, in welchem exakt das bestätigt wurde, was ich in meinem damaligen Editorial darlegte und sich viele Menschen in diesem Lande schon seit geraumer Zeit denken: Der Beirat bemängelt darin die ARD-Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt als „fragmentarisch“, „tendenziös“, „voreingenommen“, „mangelhaft“ und „einseitig“. Das Protokoll im exakten Wortlaut kann hier nachgelesen werden.

Wenn aber die meinungsbildenden „Alpha-Journalisten“ parteiisch und käuflich sind, dann sind es die Top-Politiker vermutlich umso mehr – wobei „käuflich“ sich nicht unbedingt nur auf das Monetäre beschränken muss. Anders kann ich mir den Irrsinn, der sich nahezu tagtäglich in Euroland oder auch im Ukraine-Konflikt abspielt, nicht mehr erklären. Umso mehr ist es sinnvoll, sich mit dem Thema Kapitalschutz zu beschäftigen. In unserer Titelgeschichte zeigen wir Ihnen einerseits die heraufziehenden Gefahren (S. 16) und erläutern andererseits mögliche Schutzmaßnahmen (S.26), z.B. den Erwerb von Edelmetallen.

In diesem Zusammenhang möchte ich Sie noch auf den Kongress „Das geheime Wissen der Goldanleger“ am 4. Oktober in Stuttgart (www.kopp-verlag.de), den ich selbst moderieren werde, und auf die alljährlich stattfindende Edelmetallmesse am 7. und 8. November in München (www.edelmetallmesse.com) hinweisen. Vielleicht sehen wir uns dort?

Herzlichst

 

Ralf Flierl