SIW 50/2014: Vor dem nächsten Schub?

Griechenland vor Neuwahlen?
Die Börse in Athen reagierte gestern nervös auf die Nachrichten über die vorgezogene Präsidentenwahl in Griechenland. Sollte der Regierungschef in einem dritten Wahlgang nicht gewählt werden, drohen Anfang nächsten Jahres vorgezogene Neuwahlen. Dies wäre nicht weiter schlimm, würde nicht in aktuellen Prognosen die linksgerichtete und reformfeindliche Syriza vorne liegen. Das Programm der Partei umfasst eine Revidierung der Regierungspolitik der letzten Jahre, klare Abmachungen mit den Gläubigern des Landes will Syriza-Chef Tsipras auf den Prüfstand stellen. Ein neuerliches Aufflammen der griechischen Schuldenkrise wäre damit wohl unvermeidbar, denn entgegen vielfach positiver Berichterstattung sieht es nach wie vor alles andere als rosig um das Land aus. Erst am Montag hatten die Finanzminister der Eurozone eine zweimonatige Verlängerung der Laufzeit des aktuellen Rettungsprogramms beschlossen, in der Zwischenzeit soll mit der Regierung in Athen über weitere Reformen und ein neuerliches Rettungspaket verhandelt werden. Ein plötzlicher Regierungswechsel könnte die Bemühungen torpedieren. Anleger reagierten daher gestern panisch, die Börse in Athen verlor bis zum Abend mehr als 13%, seit Jahresbeginn hat der Leitindex nun mehr als 25% verloren. Die Renditen zehnjähriger griechischer Anleihen lagen bei 7,75%, rund 40 Basispunkte mehr als noch am Montag. Das neuerliche Aufflammen der Griechenland-Krise ließ auch andere Märkte nicht unbeeindruckt. Im DAX sorgte der gestrige Tag dafür, dass der Kampf um das alte All-Time-High bei 10.050 Punkten nun wohl fürs Erste aufgegeben werden musste. Zur sharewise Community

 

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DAX verliert den Kampf um die Höchstmarke
Nach seinem dramatischen Anstieg in den letzten Wochen hatte der deutsche Leitindex bereits letzte Woche begonnen etwas Luft zu holen. Mehrmalige Anläufe die alte Höchstmarke zu durchbrechen blieben letztlich erfolglos. Dennoch befindet sich der Index noch immer in einem Aufwärtstrendkanal, ganz aktuell jedoch an dessen unteren Ende. Im Laufe des heutigen Tages wurde dieser sogar teilweise unterschritten. Die nächsten Tage werden wohl eine Entscheidung in die eine oder andere Richtung bringen. Wir halten diese Bewegungen jedoch für hauptsächlich technisch motiviert, mittel- und langfristig stehen alle Zeichen klar auf Crack-Up-Boom. In unserem Kapitalmarktausblick im nächsten Smart Investor (1/2015) werden wir Ihnen unsere Prognosen und deren zugrundeliegende Argumentation im Detail schildern.

 

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Zweiter Schub beim gelben Metall
Bereits im letzten Smart Investor Weekly hatten wir vom deutlichen Anstieg des Goldpreises berichtet. Angesichts der zuvor gescheiterten Schweizer Goldinitiative hatte diese Reaktion in unseren Augen eine besondere Bedeutung. Das Edelmetall konnte am 1. Dezember zunächst das dreimalige Tief zwischen 1180-1190 USD je Feinunze deutlich hinter sich lassen. In einem zweiten Schub konnte das Gold nun auch noch einen seit August bestehenden Abwärtstrend überwinden (blaue Linie im Chart). Die Ampel dürfte damit nun zunächst einmal auf grün stehen. Im Unterschied zu den vorhergegangenen „gefühlten Wendepunkten“ ist die Stimmung diesmal nicht sofort in das euphorische Lager gewechselt. So kann z.B. immer noch die Marktmeinung der Teilnehmer der Edelmetallmesse Anfang November als Messlatte genommen werden – und die war dieses Jahr alles andere als positiv. Die Teilnehmer, die ja per se zu den eingeschworenen Gold-Bugs gezählt werden dürften, waren überwiegend verhalten optimistisch. Mehrheitlich war unter den Vortragenden ein Rückgang auf bis zu 1.000 USD erwartet worden. Vielleicht also ein interessanter Kontraindikator. Die Preisentwicklung könnte hier demnächst viele positiv überraschen. Zur sharewise Community

 

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Nebenwerte im Blickpunkt
Für Nebenwerte-Spezialisten gab es gestern und heute auf der Münchner Kapitalmarkt Konferenz (MKK) interessante mittelständische Unternehmen zu sehen. In mehr als 40 Präsentationen stellten sich dabei Small- und MidCaps vor, erneut wurden in diesem Rahmen auch einige an m:access, dem Mittelstandssegment der Börse München, notierte Unternehmen gezeigt. Achim Weick von der EQS Group AG präsentierte den Investoren die ersten Erfolge seiner Auslandsstrategie. In wenigen Jahren möchte das Münchener Unternehmen Marktführer im Geschäft mit der Verarbeitung und der Verteilung von Ad-hoc-Mitteilungen in Asien sein. Mit der Akquisition des Factoring Unternehmens adesion erschließt sich die AutoBank derzeit einen vollkommen neuen Markt, die Aktie notiert unter dessen noch immer weit unter Buchwert – und dies schon seit mehr als zwei Jahren. Ob die Aktie eine Value-Falle darstellt, analysieren wir unter anderem in unserer Mittelstandsaktien-Rubrik im neuen Smart Investor 1/2015, der am Wochenende vor Weihnachten erscheint.

 

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Musterdepot Aktien & Fonds
Die Transaktionen für unsere Musterdepots finden Sie auf unserer Website im Bereich „Highlights/Musterdepot“ auf www.smartinvestor.de. Sie können sich dort durch einfaches Blättern einen schnellen Überblick über die letzten Wochentransaktionen verschaffen.

 

SI 12!14Titelthema: Internetfirmen greifen nach der Weltmacht

 

Niedrigzinsen: Nun Kapitalverzehr statt Kapitalerhalt?

 

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Fazit
Der DAX scheint den Kampf mit seinem All-Time-High zunächst verloren zu haben, das Gold dagegen entwickelt völlig überraschende Dynamik. Überwindet das Edelmetall nun weitere Abwärtstrends (siehe Chart) stehen die Chancen auf eine mittelfristige Trendwende nicht schlecht.

Ralf Flierl, Christoph Karl, Ralph Malisch

 

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Die Charts wurden erstellt mit TradeSignal von www.tradesignal.de und Tai-Pan von Lenz+Partner. Diese Rubrik erscheint jeden Mittwochnachmittag.