Musterdepot SIW 14/2015 vom 01.04.2015

Musterdepot
Wenn schon schlechte Nachrichten, dann gebündelt – nach diesem Motto überraschten uns im Laufe der vergangenen Woche zwei unserer Musterdepotwerte mit negativen Meldungen.

Die MorphoSys AG (WKN 663200) meldete am vergangenen Donnerstag die Beendigung einer Kooperation mit dem US-Partner Celgene bezüglich eines selbst entwickelten Wirkstoffes zur Behandlung des multiplen Myeloms (MM) und bestimmter Leukämien. Gemäß der offiziellen Ad-hoc-Mitteilung wurde die Partnerschaft im beiderseitigen Übereinkommen aufgelöst. Alleine die Tatsache, dass MorphoSys den Wirkstoff nun in Eigenregie weiterentwickeln will, zeigt jedoch deutlich, dass die Beendigung wohl eher von Celgene ausgegangen ist. Angesichts des schon fortgeschrittenen Stadiums des Medikamentes (Phase 1/2a) lässt die jüngste Meldung daher wohl durchaus Zweifel an den Aussichten für die zukünftige Nachfrage nach den Antikörpern aus MorphoSys zu. Die Aktie liegt auch fast eine Woche nach der Nachricht noch immer 16% im Minus. Lesen Sie unsere ausführlichere aktuelle Einschätzung zur Aktie im aktuellen Aktien-Update [https://www.smartinvestor.de/anlegen/research-aktien/aktien-update-morphosys-ag-3] von dieser Woche. Daneben hinaus haben wir bereits vor der jüngsten Ad-hoc-Mitteilungen in Smart Investor 4/2015 ein Interview mit dem CFO vom MorphoSys, Jens Holstein, über die Grundlagen des Geschäftsmodells des Unternehmens geführt.

Daneben machte uns auch eine Meldung unseres Depotwertes DEAG* (WKN A0Z23G) keine Freude. Nachdem bereits Ende letzten Jahres Gerüchte über angeblich schwache Nachfrage nach den Tickets für die drei von DEAG veranstalteten Rockfestivals die Runde machten, ist nun bezüglich diesen Veranstaltungen die nächste Hiobsbotschaft zu vermelden gewesen: So kommt der Partner und Mitveranstalter des am Nürburgring geplanten Rockfestivals angeblich seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nach, DEAG musste in Folge die fälligen Künstlergagen und Werbemaßnahmen zunächst alleine tragen. Ursprünglich sollte das Festival dort gemeinsam mit der im Besitz eines russischen Investors befindlichen Betreibergesellschaft des Nürburgrings, der capricorn NÜRBURGRING GmbH, veranstaltet werden. DEAG prüft nun mögliche Alternativen, um das geplante Festival trotzdem wie geplant stattfinden zu lassen, eventuell in der Veltins Arena in Gelsenkirchen. Unabhängig von solchen Ausweichmöglichkeiten hat DEAG bereits im Jahresabschluss 2014 einen negativen Sondereffekt von 3 Mio. EUR verbucht. Zwar soll es eine Versicherung geben, die die Verluste der DEAG tragen sollte, hier ist jedoch noch mit weiteren langwierigen Streitereien zu rechnen. Wir werden DEAG und insbesondere auch deren Rock-Festivals in München und Wien im Auge behalten, denn mit dieser neuen Veranstaltungsreihe scheint sich CEO Prof. Peter Schwenkow allen Beteuerungen zum Trotz offensichtlich keinen Gefallen getan zu haben.

Fonds-Musterdepot
Keine Veränderungen

* Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte (siehe ausführliche Erklärung)

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