Neues Ankaufprogramm der EZB

Neben Staatsanleihen und Asset Backed Securities wird die Europäische Zentralbank zukünftig auch Pennystocks ehemaliger Unternehmen des Neuen Marktes oder vergleichbare Aktien insolventer Unternehmen, die noch immer an der Börse notiert sind, erwerben. Die Wertpapiere sollen zum ursprünglichen Emissionspreis erworben werden, da lediglich damit dem Wertverfall in den Depots der Investoren entsprechend gegengesteuert werden kann. EZB-Präsident Mario Draghi sieht dieses neuerliche Ankaufprogramm eindeutig durch das Mandat der Zentralbank gedeckt. Denn bereits mit Ankündigung ihres Programmes zum Ankauf von Staatsanleihen im Januar erklärte die Zentralbank der Deflation in der Eurozone den Kampf.

Mario Draghi sagt dazu: „Mit dem Kauf von Aktien insolventer Unternehmen können wir laut den Untersuchungen unserer Volkswirte eine wirksame Bekämpfung der Deflation erreichen. Schließlich haben viele private und institutionelle Investoren diese nahezu unverkäuflichen Papiere bereits seit Jahren in ihren Depots. Durch deren Erwerb zum ursprünglichen Emissionspreis sorgen wir dafür, dass unnötige Insolvenzen, die durch die Politik leichtfertig in Kauf genommen wurden, nicht zu einer deflationären Spirale in Europa führen. Da sich herausgestellt hat, dass die Besitzer solcher Wertpapiere den Verkaufserlös unmittelbar in den Konsum stecken, erreichen wir dadurch eine spürbare Wirkung auf das Konsumentenvertrauen in der Eurozone“.