Musterdepot SIW 22/2015 vom 27.05.2015

Musterdepot
Unsere beiden Orders aus der vergangenen Woche wurden jeweils am 21.5. ausgeführt. Wir haben 200 Stück der Bridgestone-Aktie (WKN 857226, akt. Kurs 37,00 EUR) zum Kurs von 35,50 EUR und 100 Stück der Linde-Aktie (WKN 648300, akt. Kurs 177,15 EUR) zum Kurs von 176,55 EUR erworben.

Wie bereits im aktuellen Heft angekündigt, wollen wir uns angesichts der positiven Aussichten des Sektors etwas breiter bei den Minenwerten positionieren. Mit Goldcorp und Silver Wheaton haben wir zwar bereits zwei Branchenvertreter in unserem Depot, beides jedoch eher konservativ aufgestellte Unternehmen. Insbesondere das Geschäftsmodell von Silver Wheaton ist durch die Konzentration auf risikoarme Silver-Streams geprägt. Durch Verträge mit diversen Minenbetreibern steht Silver Wheaton ein Teil der Produktion bestimmter Minen zu vorab fixierten Kaufpreisen zu. Selbst bei einer nochmaligen Halbierung des Silberpreises würde das Unternehmen noch immer mit einem Gewinn und einem positiven Cashflow glänzen. Auf der anderen Seite ist jedoch der Hebeleffekt weniger stark ausgeprägt, wenn der Preis nach oben zu drehen beginnt. Da wir diese Aktie als konservatives Basisinvestment im Silbersektor betrachten, wollen wir uns mit der peruanischen Compañía de Minas Buenaventura S.A.A. zusätzlich einen etwas „spektakuläreren“ Titel ins Depot holen. Der größte Goldförderer Lateinamerikas hat im ersten Quartal 2015 mit 0,07 USD je Aktie (in Form von ADRs) wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die Produktionszahlen sollen dieses Jahr in etwa auf Höhe des Vorjahres liegen (rund 750.000 bis 800.000 Unzen Goldäquivalent). Nur zum Vergleich: Noch 2011 lagen die Gewinne je Aktie zwischen 0,86 und 0,90 USD im Quartal (!). Sollten die Edelmetallpreise also wieder die damaligen Höchststände erreichen, ist der Ertragshebel gigantisch. Zwar ist die Aktie heute mit einem KGV von mehr als 35 bewertet, bei Gewinnen analog zum Jahr 2011 würde sich jedoch lediglich ein KGV von etwas mehr als 3 ergeben. Daneben sprechen noch weitere Faktoren für das Papier: Mit der Benavides-Familie gibt es einen Großaktionär, der rund 27% des Kapitals besitzt. Das Unternehmen hat seit mehr als 19 Jahren keine neuen Aktien emittiert. Alleine um die Kontrolle behalten zu können, wird die Familie wohl auch in Zukunft dafür sorgen, dass die Verwässerungseffekte minimal bleiben.

Wir setzten ein Limit bei einem Kurs von 10,05 EUR für 1.000 Stück der Aktie (WKN 900844, akt. Kurs 10,26), um bei einem weiteren kleinen Rücksetzer in die Aktie zu kommen. Dies entspricht rund 3,5% unseres Depotvolumens.

Fonds-Musterdepot
Keine Veränderungen

* Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte (siehe ausführliche Erklärung)

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