Aktien Update – M.A.X. Automation AG

Die M.A.X. Automation AG (WKN: 658090; akt. Kurs 5,38 EUR) hat die Finanzierung in der Unternehmensgruppe auf neue Füße gestellt. Mit fünf Banken unter Führung der Commerzbank wurde ein Konsortialkredit im Gesamtvolumen von 150 Mio. EUR abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt fünf Jahre und enthält mehrere Optionen zur Verlängerung des Kredits.

„Die M.A.X. Automation nutzt damit das derzeit günstige Marktumfeld und reduziert die Komplexität in der Konzernfinanzierung nachhaltig. Das neue Finanzierungspaket löst den bisherigen Konsortialkredit der M.A.X. Automation AG sowie die wesentlichen bilateralen Kreditverbindungen der Gruppengesellschaften ab, wodurch Sicherheiten der Tochterunternehmen frei werden“, teilte das Unternehmen mit. Die Zinseinsparung wird mit einer Million Euro pro Jahr angegeben. Zudem senke der Kredit den Verwaltungsaufwand und erhöhe die Planbarkeit, weil die Konzernfinanzierung künftig in der Holding gebündelt ist, heißt es weiter.

Die M.A.X. Automation AG ist eine international agierende Unternehmensgruppe mit den Segmenten Industrieautomation und Umwelttechnik. Adressiert werden Märkte in den Bereichen Automobilbau, Medizintechnik, Recyclingwirtschaft, Verpackungsautomation sowie Elektro- und Elektronikindustrie. Für die individuellen Anforderungen der Kunden entwickelt und produziert M.A.X. Automation technologisch komplexe Komponenten und Systemlösungen im Sondermaschinenbau.

Link zur Meldung

SI-Kommentar:

Miniaturisierung von Bauteilen und vernetzte Automation – die M.A.X. Automation AG adressiert die derzeit heißesten Investment-Themen im Bereich Maschinenbau und Industrialisierung – kurz: Industrie 4.0. Das Geschäftsjahr 2014 wurde mit einem Gewinn pro Aktie von 0,37 Cent abgeschlossen, was einem aktuellen KGV von 14,5 entspricht.

Für das laufende Geschäftsjahr hat das Management eine Umsatzsteigerung von 339 auf 360 bis 380 Mio. EUR in Aussicht gestellt. Nach den Zahlen zum 1. Quartal 2015 sieht man sich bestätigt. Kalkuliert man mit einer zur Umsatzausweitung proportionalen Gewinnsteigerung und vier Cent „Extragewinn“ durch die Zins- und Verwaltungseinsparung, erscheint ein Ergebnis pro Aktie von 45 Cent für das laufende Geschäftsjahr nicht verwegen. Das wäre bei aktuellem Kursniveau ein KGV von 12. Da die zum Ende des GJ 2014 erwartete Nettoverschuldung mit 48 Mio. EUR lediglich 13% des angestrebten Umsatzes beträgt, erscheint die Aktie auf dem jetzigen Kursniveau attraktiv. Zu beachten ist allerdings, dass Sondermaschinenbau Projektgeschäft bedeutet, was erfahrungsgemäß – man kennt es aus anderen Branchen – zu Verschiebungen und damit schwankenden Quartalsergebnissen führen kann. Außerdem ist das Geschäft nicht sonderlich skalierbar, so dass keine exorbitanten Sprünge zu erwarten sind.

 

<- Zum letzten Aktien-Update       -> Zum nächsten Aktien-Update