Musterdepot SIW 35/2015 vom 26.08.2015

Musterdepot
Mit einigen Verkaufsorders versuchten wir in den vergangenen Wochen unser Depot rechtzeitig „sturmfest“ zu machen, was uns auch zum Teil geglückt ist. Allerdings hat uns die Geschwindigkeit des Einbruchs dennoch überrascht, mit unseren Limits in der letzten Woche hatten wir daher teilweise kein glückliches Händchen.

Lediglich bei der Aktie von Linde (WKN 648300, akt. Kurs 152,30 EUR) konnten wir mit unserer unlimitierten Order tatsächlich verkaufen, wir veräußerten unsere 100 Aktien noch rechtzeitig vor dem „Black Monday“ zu 163,35 EUR zum Eröffnungskurs am 20.8. Angesichts des jüngsten Gegenwindes, den die Münchener aufgrund des schwachen Ölpreises vor allem im Anlagenbau spüren dürfen, sind wir froh, uns hier rechtzeitig mit einem überschaubaren Verlust verabschiedet zu haben.

Nicht aufgegangen sind dagegen unsere Limits bei Aurelius* (300 Stück, WKN A0JK2A, akt. Kurs 41,15 EUR, Limit 43,30 EUR), Bridgestone (600 Stück, WKN 857226, akt. Kurs 28,65 EUR, Limit 33,00 EUR) und Eurokai (800 Vorzüge, WKN 570653, akt. Kurs 26,78 EUR, Limit 29,70 EUR), in letzterem Fall lag der Kurs vor dem scharfen Einbruch diese Woche in der Spitze lediglich einen Cent unter den von uns gesetzten 29,70 EUR.

Dagegen konnten wir erst gestern unsere Absicherungsposition in einem Bund-Future-Short-Zertifikat (WKN TD40DP, akt. Kurs 10,96 EUR, Basispreis: 165, Laufzeit bis zum 4.12.2015) erwerben. Unser Stop-Buy wurde bei einem Kurs von 10,70 EUR für 1.000 Stück ausgelöst. Die Idee ist hierbei über den Bund-Future die Risiken in unseren verbleibenden Aktienpositionen abzusichern. Was auf den ersten Blick etwas abwegig klingt, macht bei genauerer Betrachtung unseres Szenarios durchaus Sinn: Da wir im Herbst mit einem Crash bei den Anleihepreisen rechnen, gehen wir insbesondere im völlig überbewerteten Markt für deutsche Staatsanleihen von deutlichen Rückgängen aus. Die Aktien haben unterdessen in den letzten Wochen schon deutlich nachgegeben, hier noch eine Absicherungsposition aufzubauen wäre zum jetzigen Zeitpunkt daher nicht mehr zielführend. Der von uns erworbene Schein entspricht dem umgekehrten Verhalten des Bund-Futures, ein Punkt Minus entspricht ziemlich genau einem Plus von 1 EUR im Optionsschein bzw. 1.000 EUR auf die gesamte Position.

Wir lassen das Limit bei Aurelius*(300 Stück, WKN A0JK2A, akt. Kurs 41,15 EUR, Limit bei 43,30) bestehen, hier könnte der Kurs durchaus noch in unser Limit „hineinlaufen“. Bei Bridgestone (WKN 857226, akt. Kurs 28,98 EUR) gehen wir für unsere 600 Stück jedoch mit unserem Limit leicht nach unten und setzten dieses nun bei 30,80 EUR. Bei den Eurokai-Vorzügen (WKN 570653, akt. Kurs 26,78 EUR) setzten wir für den halben Bestand (400 Stück) ein reduziertes Limit von 27,90 EUR. Daneben bleibt auch unser Stop-Loss für die 2.000 Aktien der Hargreaves Services (WKN A0HMDY, akt. Kurs 4,49 EUR) bei 3,98 EUR bestehen.

Fonds-Musterdepot
Auch unser Fondsmusterdepot wollen wir noch einmal weiter „sturmfest“ machen. Wir setzten daher für den Saxo Invest CPH Global Equities (WKN A1JJJ5, akt. Kurs 178,48 EUR) ein Verkaufslimit bei 183,70 EUR für unseren gesamten Bestand von 80 Anteilen. Da sich zuletzt insbesondere die US-Technologieaktien äußerst schwach gezeigt haben, trennen wir uns zusätzlich von 140 Anteilen des auf US-Wachstumswerte konzentrierten 4Q Growth Fonds (WKN A0D9PG, akt. Kurs 72,73 EUR). Wir setzten ein Verkaufslimit von 75,40 EUR zur morgigen Eröffnung.

* Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte (siehe ausführliche Erklärung)

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