Aktien Update – SNP Schneider-Neureither & Partner AG

Angesichts des positiven Geschäftsverlaufes in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres und der guten Auftragslage im laufenden Quartal erhöhte das IT-Unternehmen SNP AG heute seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2015. Statt 51 bis 53 Mio. EUR soll der Umsatz nun bei rund 56 Mio. EUR liegen, die EBIT-Marge wird voraussichtlich bei etwa 8%, statt der zuvor prognostizierten 6% landen. Zuvor hatte SNP bereits im Oktober seine Umsatzerwartung angehoben, als Begründung nannte der Vorstand auch damals die gute Auftragslage und die Zunahme der Projektvolumina. Die Aktie reagierte heute mit einem deutlichen Plus von mehr als 5% auf die Meldung.

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SI-Kommentar: Bereits in unserer Ausgabe 12/2015 haben wir die SNP AG und deren Geschäftsmodell vorgestellt. Mit der jüngsten Meldung bestätigt sich der Eindruck, dass es bei SNP derzeit rund läuft. Das Unternehmen bietet eine Standardsoftware an, mit der Unternehmen Veränderungen in ihren IT-Systemen automatisiert erfassen und umsetzen können. SNP ist damit ein Profiteur der zunehmenden Digitalisierung in den Arbeitsabläufen der Unternehmen.

Die enge Kooperation mit SAP öffnet SNP zunehmend Türen zu großen Unternehmen, zuletzt etwa Hewlett-Packard oder Helios Kliniken. Mit der Akquisition des in Singapur beheimateten Unternehmens Astrums setzt SNP zudem auch auf anorganisches Wachstum. Das Unternehmen plant die neue Tochter zukünftig als Plattform und Türöffner für den asiatischen Markt zu verwenden.

Zwar ist die Aktie fundamental auch nach der heutigen Meldung nicht wirklich günstig, das KGV für das laufende Jahr dürfte im hohen 30er Bereich liegen. Allerdings gehen Analysten in ihren jüngsten Updates von einem deutlichen Wachstum in den nächsten beiden Jahren aus. SNP dürfte also relativ schnell in seine heutige Bewertung „hineinwachsen“.

Bereits 2016 dürfte das KGV lediglich bei knapp über 20 liegen, angesichts der weiteren Aussichten durchaus vertretbar. Charttechnisch könnte die Aktie noch einmal den Bereich zwischen 19 und 20 EUR testen, sollte dann jedoch einen Versuch starten, die alten Höchstkurse bei rund 28 EUR zu erobern.

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