Musterdepot SIW 9/2016 vom 02.03.2016

Musterdepot
Mit einem Kurssprung reagierte letzte Woche die Aktie von Hochtief (WKN 607000, akt. Kurs 100,60 EUR) auf die Bekanntgabe guter Zahlen für 2015. Mit einem um 43% gesteigerten Ergebnis je Aktie hatten die Essener die eigene Prognose deutlich übertroffen. Die Dividende für 2015 soll um 18% auf nun 2,00 EUR je Aktie angehoben werden. Positiv wertete die Börse wohl vor allem die Prognose. So glaubt das Management von Hochtief im laufenden Jahr ein EBIT zwischen 300 und 360 Mio. EUR erreichen zu können, ein Plus von 15 bis 35% zu 2015. Interessant ist vor allem die heftige Kursreaktion. Mit einem Tagesplus von mehr als 12% am letzten Donnerstag fiel die Reaktion der Börsianer euphorisch aus. Neben den guten Zahlen und dem vielversprechenden Ausblick könnte dahinter auch das Kaufverhalten des spanischen Großaktionärs ACS stehen. Nach unserer Meinung setzt dieser auch nach wie vor alles daran, auf 75% der Stimmrechte zu kommen. Läuft den Spaniern der Kurs davon, könnte dies durchaus zu Panikkäufen führen. Wir freuen uns fürs erste über einen Buchgewinn von rund 23% und bleiben weiter für die Aktie optimistisch.

Mit der verbleibenden Position im DAX-Put (WKN TD54Q1, akt. Kurs 7,94 EUR), der unser Depot vor einer Fortsetzung der Baisse schützen sollte, liegen wir angesichts der fortgesetzten Erholung an den Märkten deutlich im Minus. Analog zu unserer Argumentation im Weekly setzen wir daher einen Stop-Loss bei 6,48 EUR. Dies entspricht einem Index-Stand im DAX von rund 9.880 Punkten. Kann der DAX diese Marke überwinden, ist die Nackenlinie überschritten. Die These von der Baisse ist in diesem Fall möglicherweise falsch, in unserer Absicherungsposition müssen wir in diesem Fall die Reißleine ziehen. Der Stop-Loss gilt auf Schlusskursbasis mit Ausführung am gleichen Handelstag.

Im Nachhinein betrachtet etwas zu früh erfolgte unser Ausstieg bei der Beteiligungsgesellschaft Aurelius (WKN A0JK2A, akt. Kurs 44,87 EUR). Die Aktie konnte sich in der Spitze bis auf 46,50 EUR erholen. Positiv bewertete die Börse offensichtlich auch den Teilverkauf von rund 22% der Anteile am Getränke- und Spirituosen-Hersteller Berentzen. Im Angesicht einer möglicherweise länger anhaltenden Baisse ist uns hier ein Fehler unterlaufen. Für den Fall, dass sich die These von der Baisse als Fehler herausstellen sollte, könnten wir uns nach wie vor vorstellen, den Titel auch wieder zurückzukaufen.

Bislang liegen die Kurse von Goldcorp und First Majestic Silver noch immer deutlich über den von uns gesetzten Limits. Nach dem phänomenalen Anstieg der letzten Wochen hoffen wir hier nach wie vor auf einen deutlichen Rücksetzer. Weiterhin lassen wir daher unser Limit für 400 Stück bei Goldcorp (WKN 890493, akt. Kurs 12,98 EUR) zu 10,85 EUR als auch unser Limit für 4.000 Stück bei First Majestic (WKN A0LHKJ, akt. Kurs 4,05 EUR) bei 3,20 im Markt.

Alle gesetzten Stop-Loss-Marken gelten wie im aktuellen Heft und im letzten Musterdepot genannt auf Schlusskursbasis mit Verkauf zur Eröffnung am nächsten Handelstag.

Fonds-Musterdepot
Keine Veränderungen

 

* Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte (siehe ausführliche Erklärung)

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