SIW 17/2016: In eigener Sache

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„Roll-Out“
Vier arbeitsreiche Wochen liegen hinter uns und wir denken, es hat sich gelohnt. Der neue Smart Investor 5/2016 ist seit heute im Druck und erscheint pünktlich zum Wochenende. Auch dieses Mal blicken wir wieder hinter die Kulissen des Tagesgeschäfts – Strategie statt Taktik ist das Motto. So beschäftigen wir uns ab S. 38 beispielsweise ausführlich mit der langfristigen Attraktivität von Asset-Klassen. Dabei geht es nicht alleine um Erträge, sondern auch um die maximalen Verluststrecken, die mit solchen Engagements verbunden waren. Über diese sollte man schon Bescheid wissen und mehr noch, man muss sie im Fall der Fälle auch aushalten können. In einer weiteren spannenden Geschichte stellen wir Ihnen „Reichmacher-Aktien“ vor. Manche Unternehmen scheinen einfach alles richtig zu machen und verwöhnen ihre Anleger über Jahre und Jahrzehnte mit steigenden Gewinnen, Dividenden und Kursen. Wir stellen Ihnen das glorreiche Dutzend jener Dauerläufer-Aktien vor, die ihren Eigentümern wohl auch noch in Zukunft einige Freude machen werden.

 

Staatsfern und marktnah
Warum wir den „Roll-Out“ des neuen Heftes so ausführlich erklären? Natürlich sind wir ein wenig stolz auf unser Produkt und natürlich wollen wir Sie zum Lesen animieren und sie als Abonnenten gewinnen. Als kleine Zeitschrift sind wir nämlich darauf angewiesen, dass Ihnen unser Produkt gefällt, dass Sie es gerne lesen und weiterempfehlen, weil Sie einen in der Sache kritischen, aber leichtfüßig präsentierten Journalismus schätzen. Wir können nicht einfach einen „Smart Investor“-Gipfel im Kanzleramt veranstalten, um dem Steuerzahler eine „Smartie“-Prämie aus dem Kreuz zu leiern, so wie das gestern die deutschen Autobauer für ihre Elektroautos getan haben. Und ehrlich gesagt, wollen wir das auch nicht. Denn um von Berliner oder Brüsseler Händen gefüttert zu werden, müsste man jenen heute gebräuchlichen Journalismus 4.0 betreiben, der Agenturmeldungen, Verbandsmitteilungen und Regierungserklärungen per „Copy & Paste“ unter die Leute bringt. Politischer Qualitätsjournalismus dieser Art läuft zur Höchstform auf, wenn er die Ideen der Kanzlerin mit eigenen Worten wiedergeben darf, um sie anschließend im Namen des Publikums als „alternativlos“ zu bejubeln. Für diese Art der Hofberichterstattung gibt es bereits den öffentlich-rechtlich-zwangsfinanzierten Rundfunk, jene Verlagshäuser, deren politisches Sendungsbewusstsein sich von Fakten noch nie verunsichern ließ und die große Schar der „Seelenverkäufer“, die stets das produzieren, was der Meistbietende haben möchte.

 

„Verschwörungstheorie“ kommt in der Realität an
Kritischer Journalismus mit Hirn, Herz und letztlich auch einer Prise Humor gilt dort ja inzwischen als Verschwörungstheorie. Wer etwa, wie Smart Investor, frühzeitig vor Entwicklungen warnte – beispielsweise vor den sich abzeichnenden Einschränkungen bei der Verwendung von Bargeld –, der galt als leicht paranoid. Heute sickerte durch, dass die EZB schon in ihrer Sitzung am 4. Mai einen Beschluss zur Abschaffung der 500-EUR-Note fassen könnte. Das sei offenbar „ausgemachte Sache“. Und wie berichtet der Mainstream über die scheibchenweise Zurückdrängung unserer Freiheit? „Geldschein unter Terrorverdacht: Der 500er soll verschwinden“, war auf einem großen Nachrichtenportal zu lesen. Selbst an einem solchen Tag, wo eine weitere „Verschwörungstheorie“ mit Riesenschritten in der Praxis ankommt, wird die Regierungspropaganda von „Bargeld & Terror“ noch immer völlig unkritisch nachgeplappert. Und da wundert man sich, dass eine immer größere Anzahl von Menschen aufgrund der Dauerberieselung teilnahmslos ihrer künftigen Enteignung entgegendämmert, weil es erstens schon nicht so schlimm kommen werde und zweitens die Entwicklung doch erst einmal „ganz mutig“ abgewartet werden soll, anstatt sofort geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Abwarten, bis es zu spät ist, denn viele können sich schlicht nicht vorstellen, wie rücksichtslos und bösartig Politik sein kann, wenn es darum geht frisches Geld für die eigenen Fehlleistungen aufzutun. Es sieht so aus, als leiste die “Nudging“-Abteilung der Regierung ganze Arbeit, um die Menschen in dieser Hinsicht zu sedieren.

2016_04_27 Geldpolitik


Helden der Gieskanne
Geldvermögensbesitzer – und das trifft Konteninhaber und Anleihebesitzer noch mehr als Bargeldhorter – gehen schweren Zeiten entgegen. Nicht nur, dass sie keinerlei Lobby haben, sie treffen auch noch auf übermächtige Gegenspieler – Regierungen und Banken, die bei den Geldvermögensbesitzern verschuldet sind und zu allem Überfluss auch noch gemeinsame Sache machen. Das zumindest sollte jedem klar sein, der sich ein paar Gedanken über Staatsverschuldung und deren Finanzierung macht. Eine künstliche Null- und Negativzinspolitik – die nichts anderes als eine Form der Enteignung ist – kann verordnet werden, weil die Sparer in diesem Spiel keinerlei Gewicht haben – übrigens auch nicht bei Wahlen. Wer in diesem künstlich geschaffenen Umfeld ernsthaft von einem selbsttragenden Aufschwung schwadroniert, der sollte ohne weiteren Nachweis seine Studiengebühren zurückbekommen. Immerhin haben Draghi & Co. an den Anleihemärkten die wohl größte Blase aller Zeiten erzeugt. Solange Anleiheblase weiter kräftig aufgeblasen wird, wird sich der „Pustebulle“ – so unsere Titelstory in Smart Investor 5/2016 – auch an vielen anderen Märkten zeigen. Das Geld schwappt dort kaskadenartig hinein. Dabei kommt, wie die obenstehende Abbildung zeigt, allerdings nur sehr wenig in der Realwirtschaft an – also bei Unternehmen und Konsumenten. Eine irrsinnige Geldpolitik hat natürlich auch dafür eine weitere, irrsinnig unkonventionelle Idee in petto: „Helikopter-Geld“, das jeder voraussetzungslos auf sein Konto erhält. Erwartungsgemäß bezeichnete Mario Draghi, der nicht nur sich selbst, sondern uns alle vollkommen in die Sackgasse manövriert hat, dies als ein „sehr interessantes“ Konzept. Allerdings wird auch dieses nicht die gewünschten Effekte haben. Dann viele werden eine solche Verzweiflungsmaßnahme richtig einordnen und mit dem Geld nicht etwa unbefangen konsumieren, sondern vielleicht ein paar Goldmünzen kaufen.

 

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Musterdepot Aktien & Fonds
Alle Orders aus der vergangenen Woche wurden umgesetzt, sowohl im Musterdepot als auch im Fonds-Musterdepot. Genaueres erfahren Sie auf unserer Website im Bereich „Highlights/Musterdepot“ auf www.smartinvestor.de. Sie können sich dort durch einfaches Blättern einen schnellen Überblick über die letzten Wochentransaktionen verschaffen.

 

… und noch einmal in eigener Sache
Der bekannte n-tv-Börsenmoderator Frank Meyer hat unseren Redakteur Ralph Malisch in einem Telefoninterview zur Lage an den Märkten und insbesondere auch zu den aktuellen Entwicklungen bei Silber & Gold befragt. Das Interview wurde für die Webseite www.metallwoche.de geführt. Sie finden es auch auf Youtube.

 

Fazit
Gerade in diesen Zeiten ist es gelegentlich nötig eine Lanze für unabhängigen Journalismus mit viel Herzblut zu brechen. Wie der genau aussieht? Davon können Sie sich in Smart Investor 5/2016 überzeugen, der zum Wochenende erscheint.

 

Ralph Malisch, Christoph Karl

 

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