Grafik(en) der Woche – Machtkämpfe

Stada

Wie gestern in unserem Musterdepot-Update im Rahmen des SIW 34/2016 berichtet, steht mit der morgigen Hauptversammlung bei der STADA Arzneimittel AG ein veritabler Showdown auf dem Spielplan des MDAX-Unternehmens. Nun ist es nicht so, dass die Charttechnik den Ausgang des Machtkampfs zwischen der aktuellen Führungsriege des Generikaherstellers auf der einen Seite und der Investorengruppe Active Ownership Capital (AOC) sowie weiteren aktivistischen Aktionären auf der anderen Seite prognostizieren könnte. Was der Chart aber zeigt, ist die Entwicklung der Erwartungen der Marktteilnehmer. Bislang hat das Gezerre der Aktie nicht geschadet, denn STADA entwickelte sich von Februar bis Anfang Juli deutlich besser als der MDAX. Als zwei sich stritten, freuten sich die Dritten – in dem Fall die normalen Aktionäre. Seitdem ist der Kursmotor jedoch ein wenig ins Stottern geraten. Neben der Unsicherheit über den Ausgang des morgigen Raufhandels gibt es dafür auch einen konkreten charttechnischen Grund: Die Aktie bewegt sich nahe ihres markanten Doppelhochs aus dem Jahr 2007. Solange die Situation nicht positiv geklärt ist, wird STADA diesen Widerstand wohl nicht überwinden können. Was morgen auf der HV passiert, das erfahren Sie übrigens in der facebook-Gruppe von Smart Investor – es lohnt sich also, dort Fan zu werden.

 

Silver

Heftig tobten in den letzten Tagen – insbesondere gestern – auch die Machtkämpfe bei den Edelmetallen. Die teils deutlichen Abschläge bei Minenaktien sind allerdings vor dem Hintergrund der exorbitanten Zugewinne der letzten Monate zu sehen. Beim Gold lässt sich der Einbruch übrigens auf eine einzige Handelsminute zurückführen. In dieser wurden 10.000 Kontrakte regelrecht auf den Markt geworfen. Wer hier so aggressiv Short gegangen ist, ist naturgemäß nicht bekannt. Aber man kann sicher sein, dass es ein „großer Fisch“ war. Bemerkenswert ist der Vorgang allemal – wie so viele vergleichbare Attacken in der Vergangenheit. Auch im Silberchart auf USD-Basis sieht man die gestrigen Bremsspuren. Bislang stellt der Kursrückgang lediglich eine Korrektur dar. Der Kurs sollte nun unmittelbar auf erhebliche Unterstützung treffen. Unser Szenario eines großen neuen Aufwärtstrends beim Silber müsste man erst in Frage stellen, wenn dieser Unterstützungsbereich nachhaltig gebrochen würde. Danach sieht es im Moment jedoch nicht aus.

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