SIW 43/2016: Der ganz normale Wahnsinn

Geschafft!
Der neue Smart Investor 11/2016 ging gestern in den späten Abendstunden in Druck und wir sind schon ein bisschen stolz. Nicht nur ist ein prall gefülltes Monatsmagazin entstanden, sondern „ganz nebenbei“ auch noch die 32 Seiten starke Beilage „Silber 2016“. Naturgemäß geht da nicht alles glatt. Plötzlich hatte beispielsweise die wichtige Grafik, auf die sich ein ganzer Textabschnitt bezog, keinen Platz mehr im Artikel gefunden. Grafik wieder eingebaut. Ist informativ und sieht gut aus. Passt! Aber die Freude währt nur kurz, denn jetzt ist der Beitrag zu lang. Wo kann man noch kürzen? Was kann weg, was muss unbedingt rein? So und so ähnlich läuft der iterative Abstimmungsprozess in der Schlussredaktion. Dazu gehört auch das Ringen um Formulierungen. Versteht man, was gemeint ist, kann man eine Aussage in den falschen Hals bekommen? Wollen wir auf eine Zuspitzung verzichten, oder sogar noch deutlicher herausarbeiten, wie die Dinge aus unserer Sicht zusammenhängen? Wo immer vertretbar, entscheiden wir uns für letzteres. Es steckt viel Herzblut in den Details und viel Zeit – Wochenendschicht bis in die tiefe Nacht und Ernährung auf Junk-Food-Basis inklusive. Der ganz normale Wahnsinn.

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Britannia 2016 – ein britischer Klassiker

The Royal Mint, gegründet vor über 1100 Jahren, bringt die neue Britannia für 2016 heraus.

2016 Britannia 1oz Gold Bullion StackEin weltweit anerkanntes Symbol für Schönheit, Verlässlichkeit und Stärke.
In dem reinsten Gold geprägt, das die Royal Mint zu bieten hat (999,9 Feingold).
Das Gewicht und die Qualität sind beim jahrhundertealten alljährlichen Trial of the Pyx bestätigt worden.

 

 

Die Münze kann über diesen Link gekauft werden.


… und noch das Aushängeschild
Smart-Investor-11-16 coverDann der sichtbarste Teil der neuen Ausgabe, das Cover. Es liegen zig Vorschläge auf dem Tisch. Wie veranschaulicht man eine Titelgeschichte zu Nebenwerten? Perle in der Auster? Hatten wir schon. Kleine Fische, große Fische, auch. Kompass, Fernrohr, Lupe, Labyrinth aus Geld. Raketenrucksack als Sinnbild für kleine Kursraketen. Nein. Metallsuchgerät. Metallsuchgerät?! Das sieht doch eher nach Minensuche aus. Minen suchen wir eher nicht. Vielleicht ein Pilzsucher im Wald oder David gegen Goliath? Elefant und Maus. Elefant, Maus, Ja, das ist es. Grundidee steht. Die Börsenelefanten und die Mäuse. Ok, ganz maßstabsgerecht bekommen wir das nicht hin. Aber selbst wenn man da „schummelt“, bleibt der Elefant dominant. Inzwischen ist die Maus im Verhältnis schon größer als eine Ratte ist, aber immer noch ein niedlicher Sympathieträger. Mehr Fokus auf die Maus. Spot an – Sonnenaufgang. Bingo. Subtile Unterstützung der Bildaussage durch die Ausrichtung. Der Elefant steht rückwärts, die Maus blickt nach vorne – in Leserichtung. Das Bild steht, aber der Text? Wirklich einfach nur „Nebenwerte“? Das klingt nicht gerade nach einer begeisterten Leseaufforderung für den tollen Inhalt. Hmm. Maus. Mäuse. Mäuse machen. Sich mausern. Die Katze lässt das Mausen nicht. Und plötzlich steht auch der Titel: „Börsenmäuse unter der Lupe – Über Small- Micro- und Nano Caps“ Und am Wochenende ist das neue Heft dann druckfrisch bei unseren Abonnenten, inklusive der Beilage „Silber 2016“.

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Krieg oder Frieden?
Es ist in vielerlei Hinsicht ein bemerkenswerter Präsidentschafts-Wahlkampf, der derzeit in den USA läuft. Denn beide Kandidaten gaben sich zuletzt alles andere als präsidial. Zum ersten Mal seit langem macht der von vielen als „Krawall-Kandidat“ verschriene Donald Trump nun jedoch mit einem interessanten Thema eine neue Flanke auf. So warnte er in einem Interview, dass Amerika im dritten Weltkrieg enden würde, wenn  seine Konkurrentin Hillary Clinton ins Amt gewählt würde. Clinton hatte sich zuvor wiederholt für die Einrichtung einer Flugverbotszone über Syrien starkgemacht. Nach Meinung vieler Experten würde dies jedoch zu einer direkten Konfrontation mit Russland führen. Genau diesen Konflikt wolle Trump dagegen auf jeden Fall vermeiden, und sich voll und ganz der Bekämpfung von ISIS widmen. Dies habe Priorität, nicht die Beseitigung des syrischen Machthabers Assad.

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Plötzlich Mainstream tauglich
Nun kann man von Trump halten was man will, aber dieser Gedanke klingt zunächst einmal nicht so verkehrt. Was interessant ist: Mit Jakob Augstein hatte jüngst ein deutscher Publizist, der kaum als Freund von Trump durchgehen dürfte, exakt denselben Gedanken ausgesprochen (hier nachzulesen). Und dies bei Spiegel Online – einem Medium, das in den letzten Wochen kaum eine Gelegenheit ausließ, Trump als größtmögliche Gefahr für die Welt und Hillary Clinton als deren letzte Rettung darzustellen. Die nun entbrannte Debatte zeigt aber einmal mehr, wie falsch der Heiligenschein ist, der Clinton immer wieder verliehen wurde. Es zeigt gleichzeitig auch, dass es entgegen dem ersten Eindruck in diesem Wahlkampf eben doch um elementare Inhalte geht. Nur das diese eben ignoriert werden, wenn sie von der „falschen“ Seite kommen.

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Scheinökonomie droht aufzufliegen
Nun gilt der Sieg von Hillary am 8.11. vielen schon als ausgemachte Sache. Ganz so eindeutig sehen die jüngsten Umfragen jedoch gar nicht aus. Wir hatten bereits in unserer letzten Grafik der Woche auf dieses Thema hingewiesen. Auch im Heft 10/2016 hatten wir den Wahlkampf ausführlich analysiert. Sie können den Artikel hier in Auszügen nachlesen. Ganz zwangsläufig stellt sich daher die Frage, wie die Märkte auf einen Sieg von Donald Trump reagieren würden. Der Vergleich mit dem Brexit drängt sich dabei geradezu auf. Denn auch damals wurden die Märkte schlicht und ergreifend auf dem falschen Fuß erwischt. Gleiches könnte nun am Morgen des 9.11. drohen, wenn wider Erwarten Donald Trump ins Weiße Haus einzieht. Das aus einer Börsensicht spannendste dürfte dann vor allem der Bruch mit einer Mainstream-Denkweise sein, der unter einem Präsidenten Trump anstehen könnte. So hatte Trump in der Vergangenheit z.B. geäußert, dass die Federal Reserve eine komplette „Scheinökonomie“ geschaffen habe. Die Zinsen würden künstlich niedrig gehalten, damit alles andere steigt. Hier scheint also jemand tatsächlich verstanden zu haben, in welcher Sphäre sich etwas ändern muss. Einen Bericht über die auf der diesjährigen Mises-Konferenz vorgestellten Alternativgeldsysteme finden Sie im neuen Smart Investor 11/2016, der am Samstag erscheint.

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Nebenwerte
Laut Warren Buffett sollte sich ein Anleger beim Kauf einer Aktie stets vorstellen, er würde das komplette Unternehmen kaufen. In kaum einem Anlagesegment ist diese Vorstellung so einfach umzusetzen wie im Nebenwertebereich. Und dies nicht nur bedingt durch die Größe vieler Small- und Mid Caps. Denn hier sind die Strukturen der Unternehmen überschaubar, der direkte Kontakt zu den Vorständen möglich und die Analyse der Zahlen auch für Außenstehende machbar. Um Ihnen genau dafür die Grundlage zu geben, haben wir uns im neuen Heft, das am Samstag in ihrem Briefkasten ist, speziell mit den Nebenwerten befasst. Wir stellen Ihnen darin einige der aussichtsreichsten Nebenwerte auf dem deutschen Kurszettel vor, besprechen die Geschäftsmodelle einiger europäischer Small Caps und werfen einen Blick auf kleine Micro- oder gar Nano Caps, die von vielen Analysten übersehen werden.

2016_10_26 USD

Zu den Märkten
In den letzten Wochen hatten wir uns an dieser Stelle den Entwicklungen beim DAX und bei den Edelmetallen gewidmet. Das lag auch daran, dass die aus deutscher Sicht wichtigste Währungsrelation zwischen Euro und US-Dollar seit vielen Monaten vor sich hindümpelt (vgl. Abb.). Nach dem deutlichem USD-Anstieg bzw. EUR-Absturz in den Jahren 2014/15 pendelt die US-Leitwährung auf dem Mitte 2015 erreichten Niveau. Charttechnisch hat sich nach dem Aufwärtsimpuls ein Dreieck herausgebildet (Abb., blaue Linien). Die Volatilität ist innerhalb des Dreiecks im laufenden Jahr sogar noch weiter zurückgegangen – wenn man so will ein Dreieck im Dreieck (Abb., grüne Linien). Aus diesem Dreieck ist der USD nun nach oben ausgebrochen. Und wie schon 2015 dürfte erneut in der USD/EUR-Relation eine der wesentlichen Ursachen für die DAX-Stärke der letzten Tage liegen. Besonders die Kurse exportorientierter Unternehmen – und davon gibt es im DAX reichlich – reagieren auf eine Abwertung der eigenen Währung positiv, weil dies zumindest kurzfristig deren preisliche Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Folgt der Chart weiter der Standarderwartung, dann sollte demnächst die obere blaue Linie getestet und letztlich überwunden werden, weil die ganze Formation nach einer trendbestätigenden Konsolidierung aussieht – und dieser Trend war vor dem Eintritt in das blaue Dreieck für den USD steil nach oben bzw. für den EUR entsprechend steil nach unten gerichtet. So könnte auch von dieser Seite weitere Unterstützung für deutsche Aktien ins Haus stehen.

Trotz der aktuell noch vorherrschenden Unsicherheiten zur US-Präsidentschaftswahl sind wir ziemlich sicher, dass die USA weit weniger Probleme haben als die Europäische Union, die das Kunststück fertig bringt, schon sichtbar zu zerbröseln noch bevor sie richtig geeint war. Zu den bereits bestehenden, reichhaltigen Problemen, deren Lösung nicht einmal versucht wird, werden immer neue und größere Probleme angezogen. Im Kern Europas – besonders in Deutschland – regieren längst passionierte „Suicide Kings“, wie wir im Smart Investor bereits vor über einem Jahr berichteten (SI 9/2015, S. 20).

Musterdepot Aktien & Fonds
In der letzten Woche sind wir bei zwei neuen Aktien eingestiegen. Daneben lesen Sie im Musterdepot ein Update zu einem der besten Titel in unserem Depot. Mehr dazu auf unserer Website im Bereich „Highlights/Musterdepot“ auf www.smartinvestor.de. Sie können sich dort durch einfaches Blättern einen schnellen Überblick über die letzten Wochentransaktionen verschaffen.

Fazit
Gegen Ende der US-Wahl scheinen wieder Fakten über jahrzehntealten „Locker-Room-Talk“ die Oberhand zu gewinnen. Mehr zu diesem Thema, eine profitable Titelstory zu aussichtsreichen Nebenwerten und vieles mehr finden Sie in unserer neuen Ausgabe Smart Investor 11/2016, die am Wochenende erscheint.

Christoph Karl, Ralph Malisch

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Die Charts wurden erstellt mit TradeSignal von www.tradesignal.de und Tai-Pan von Lenz+Partner. Diese Rubrik erscheint jeden Mittwochnachmittag.