Aktien Update – Dr. Hönle AG

Die Dr. Hönle AG  (WKN 515710, akt. Kurs 34,28 EUR), hat mit den Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2016/17 (GJ-Ende 30.9.) die Erwartungen ziemlich genau getroffen. Die Umsatzerlöse der Gruppe stiegen in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016/2017 um 5,4 % auf 47,2 Mio. EUR. Negativ beeinflusst waren diese Zahlen durch die Verlagerung eines Produktionsstandortes, insgesamt konnte aber eine Steigerung realisiert werden.

Die Ertragskennziffern verbesserten sich leicht in dem Maße, wie die Umsatzsteigerungen es erwarten ließen. Die EBIT-Marge lag nach 11,6% im Vorjahr bei 11,8% im Berichtjahr. Die Nettoumsatzrendite stieg von 7,9 auf 8,1%. Dies alles schlägt sich auch im Ergebnis pro Aktie nieder. Im ersten Halbjahr verdiente Dr. Hönle 0,70 EUR je Anteilsschein nach 0,64 EUR im Vorjahreszeitraum.

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SI-Kommentar

Die Hönle-Gruppe ist mit gut 500 Mitarbeitern ein börsennotierter Mittelständler, der sich auf  Lösungen für industrielle Fertigungsprozesse spezialisiert hat. Produkte werden in der Farb- und Lacktrocknung, in der Kleb- und Kunststoffhärtung sowie in der Oberflächenentkeimung und der Sonnenlichtsimulation eingesetzt. Weiterer Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist die Entwicklung und der Vertrieb industrieller Klebstoffe und Vergussmassen. Darüber hinaus produziert die Unternehmensgruppe UV-Strahler, unter anderem für die Wasserentkeimung und stellt Rohre und Halbfabrikate aus Quarzglas her.

Nachdem Dr. Hönle in der Vergangenheit Prognosen nicht immer einhalten konnte und im Geschäftsjahr 2015/16 bei leichter Umsatzsteigerung einen Rückgang beim Gewinn ausweisen musste, zeigt man sich nun sehr optimistisch: „Im zweiten Halbjahr gehen wir wieder von kontinuierlich steigenden Umsätzen und Ergebnissen aus. Diese Prognose stützt sich unter anderem auf erwartete Großaufträge im Segment Klebstoffe, welche zu einer signifikanten Ergebnisverbesserung in der zweiten Jahreshälfte, insbesondere im vierten Quartal, beitragen werden“ heißt es in der Halbjahresmitteilung.

Bei „gleichbleibenden konjunkturellen Rahmenbedingungen“ wird ein Umsatz in Höhe von 95 bis 105 Mio. EUR und ein Betriebsergebnis von 14 bis 16 Mio. EUR erwartet. Sollten die genannten Zahlen erreicht werden, ist mit einem Ergebnis pro Aktie von etwa 2 EUR zu rechnen, woraus sich ein KGV 2016/17e von 17,5 ergibt. Das ist noch nicht zu weit vorausgeeilt und lässt für die Folgejahre Luft nach oben. Andererseits ist klar, dass Verschiebungen der Großaufträge ziemlich stark auf dem Kurs lasten würden. Die realtiv geringe Dividende von 0,55 EUR stellt zudem eine realtiv geringe Ausschüttungsquote dar und dürfte kaum stützend wirken.

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