Aktien-Update: SFC Energy AG

Die SFC Energy AG (WKN 756857 / akt. Kurs 8,96 EUR) hat das 1. Quartal 2018 mit einen Umsatzsprung von 27,8% auf 16,76 Mio. EUR und einer Margenausweitung auf 35,2% dynamisch begonnen. Das Wachstum wurde in den Segmenten Defense & Security, Industry sowie Oil & Gas realisiert, während der Bereich Clean Energy&Mobility einen Rückgang zu verzeichnen hatte. Ursächlich dafür war ein Großauftrag aus Singapur, der im Geschäftsjahr 2017 im ersten Quartal ausgeliefert worden war. Dem gegenüber steht ein Großauftrag der Bundeswehr über 3,6 Mio. EUR, der nun im 1. Quartal 2018 verbucht worden ist.

Das Wachstum im Oil & Gas Segment beträgt weiter stabil rund 6 %. Die Investitionsaktivitäten der Öl- und Gasindustrie seien infolge der Erholung des Ölpreises auf ein deutlich höheres Niveau zurückgekehrt. Das Segment Industry konnte den Umsatz in den ersten drei Monaten 2018 um 9% auf 3,9 Mio. EUR steigern. Das Wachstum in diesem Bereich resultiere aus einer gesunden Mischung aus Neu- und Bestandskundengeschäft. Hatte SFC im ersten Quartal 2017 noch einen Fehlbetrag von 11 Cent pro Aktie ausgewiesen und einen Verlust von 23 Cent pro Aktie für das Gesamtjahr, steht nun ein Gewinn von 3 Cent pro Aktie im Auftaktquartal zu Buche.

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SI-Kommentar: Für das laufende Geschäftsjahr bestätigte die SFC Energy AG mit Vorlage der Quartalszahlen ihre Umsatzprognose in Höhe von 60 bis 64 Mio. EUR und das Erreichen der Gewinnschwelle auf Jahresbasis. 2017 wurden 54 Mio. EUR umgesetzt. Dies bedeutet also, dass im Jahresverlauf die Wachstumsdynamik spürbar nachlassen wird.  Der Auftragsbestand von knapp 17 Mio. EUR und die auf 5 Mio. EUR gestiegenen freien Mittel stimmen CEO Dr. Peter Podesser optimistisch, die Ziele zu erreichen – doch die betragen eben „nur“ 10% plus X für das Gesamtjahr.

SFC ist mit off-grid-Energielösungen ohne Zweifel in einem attraktiven und zukunftsträchtigen Markt tätig. Allerdings ist der Kurs bereits beträchtlich vorausgeeilt. Selbst wenn die Marge des 1. Quartals gehalten werden könnte, ergibt sich ein KGV 2018e von 50 plus, und das ist dann doch zu viel angesichts des avisierten Wachstums. Wer in der Brennstoffzelle allerdings einen der zukünftigen Megamärkte sieht und vor Investition mit erhöhtem Risiko nicht zurückschreckt wird sich überlegen, in das noch junge Unternehmen eine erste Position zu allokieren.

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