LOYS Premium Dividende

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Analyse

Gastbeitrag von Patrick Wittek, Fonds Laden GmbH

Markus Herrmann, Portfoliomanager des LOYS Premium Dividende, ist kein Freund von klassischen Dividendenfonds. Statt hohen Dividenden hinterherzujagen, konzentriert er sich auf Qualität und Wachstum der Unternehmen. Ergo müssen die Gewinne nicht vollständig an die Anleger ausgeschüttet werden, sondern sollten in gewissem Umfang in den Unternehmen verbleiben, um dort die Entwicklungen voranzutreiben. Mit dieser unternehmerisch geprägten Einstellung begann Herrmann vor mehr als acht Jahren seine Tätigkeit bei Lupus alpha, wo er ein Mandat mit Fokus auf europäische Dividendenwerte anvertraut bekam. Der Fonds gehörte über fünf Jahre zu den besten 1% aller Europa-All-Cap-Fonds. Seit einem Jahr setzt er seine Arbeit mit gleicher Strategie bei der Loys AG fort. Einen der Vorstände, Ufuk Boydak, kennt Herrmann schon seit Beginn seiner Karriere; der Wechsel ist ihm somit leichtgefallen.

Robustes Dividendenportfolio
Wie lautet das Erfolgsrezept? Aus einem Anlageuniversum von ca. 2.000 Titeln werden über einen Dividendenfilter zunächst etwa 200 Unternehmen ausgewählt. Dabei sollten die Firmen über eine solide Bilanz mit geringem Verschuldungsgrad und stabilen Umsätzen verfügen, zehn ­Jahre lang jeweils einen positiven Jahresüberschuss ausweisen können, zehn Jahre in Folge stetige Dividenden ausgezahlt und in den vergangenen zehn Jahren keine Dividendenkürzungen von mehr als 15% vorgenommen haben. Danach geht es in die Detailanalyse. Die Ermittlung des freien Cashflows für die nächsten fünf Jahre steht im Mittelpunkt; deutlichen Bewertungsabschlägen zum inneren Wert wird ebenfalls ein hoher Stellenwert beigemessen. Über Managergespräche versucht Herrmann, qualitative Unternehmensmerkmale ausfindig zu machen. Um den heutigen Anforderungen der Investoren einer umwelt- und sozialverträglichen Unternehmenspolitik Rechnung zu ­tragen, wird zudem ein von Loys eigens ­entwickelter Fragebogen eingesetzt, über den die Qualifikationen des Managements und des Aufsichtsrats, effektive ­Kontrollstrukturen, Vergütungsstrukturen, Stimmrechtsverhältnisse, Umweltrisiken und Details zur Unternehmenskultur abgefragt werden. Nach diesem sehr aufwendigen Prozess kommen die besten 30 Titel ins Port­folio. Schwerpunktmäßig wird in Ne­benwerte investiert, da diese Firmen über mehr Freiheiten in der Dividendenpolitik verfügen.

Aktive Steuerung
Herrmann musste sich im März dieses ­Jahres von fünf Holdings trennen, die zu einer kurzfristigen Underperformance beigetragen hatten. Dazu gehörten etwa ein Premium Caterer mit Ausrichtung auf ­Airlines oder zwei Zulieferer aus dem Flugzeugbauumfeld. Dafür neu hinzugekommen sind Profiteure der Corona-Pandemie, u.a. aus den Bereichen Internet- und IT-Services. Nicht nur daran ist zu erkennen, dass das Portfolio überaus aktiv gesteuert wird. Firmenspezifische Minizyklen, die sich bei den Kursen von Anteilsscheinen auswirken, nutzt Herrmann, um laufend Anpassungen vorzunehmen. Dies geschieht gerne aus antizyklischer Sichtweise. So verwundert es nicht, dass die Umschlagshäufigkeit bei 60% bis 70% pro Jahr liegt. Für das aktuelle Marktumfeld sieht sich Herrmann optimal aufgestellt, verfügt er doch über ein robustes Portfolio aus Unternehmen, welche sich konjunktureller, finanzieller und pandemischer Risiken erwehren können.

FONDS-SNAPSHOT
WKN: A2PUSG
Fondsmanager: Markus Herrmann
Volumen: 71 Mio. EUR
Auflegungsdatum: 2.1.2020
Typ: Aktien Europa dividendenorientiert

Zur Person
Patrick Wittek ist seit vielen Jahren im Finanzgeschäft tätig. Nach unterschiedlichen Stationen in der Vermögensberatung kam er 2002 zum Fonds Laden (www.fonds-laden.de). Der zertifizierte Fondsberater (EAFP) und Hedgefonds-Advisor (EBS/BAI) ist Geschäftsstellenleiter mit den Schwerpunkten Fondsanalyse und ­Kundenberatung.

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