Absolute Value in der Praxis

Gregor Nadlinger

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Kolumne

Gastbeitrag von Gregor Nadlinger, Advisory Invest GmbH

Bei der Absolute-Value-Strategie geht es darum, Investments zu filtern, die die definier­ten Qualitätsansprüche an das Manage­ment, das Geschäftsmodell, die Geschäftsaussichten sowie die Geschäftszahlen erfüllen und im ­Kompetenzrahmen des Fondsmanagements liegen. Ein ­solches Unternehmen ist die 1996 gegründete britische CentralNic Group, die sich auf digi­tale Infrastruktur spezialisiert hat.

Globaler Innovationsindex
Gefunden wurde das Unternehmen durch einen systematischen Screeningprozess mit anschließender Due Diligence aus einem der führenden Länder des Globalen Innovationsindex (https://www.wipo.int/global_innovation_index/en/2021/), nämlich Großbritannien. Gesucht wurde in ­diesem Falle nach sogenannten nachhaltigen High Potentials. Dabei handelt es sich um Unter­nehmen, die das Potenzial aufweisen, ­ihren Firmenwert innerhalb von zehn Jahren mindestens zu verzehnfachen.

Die grüne Linie zeigt den prozentualen Wertzuwachs, den das Unternehmen aus seiner operativen Tätigkeit in der Realwirtschaft generiert. Bereits nach etwas über vier Jahren liegt dieser bei rund 800%. Die blaue Linie zeigt den Preis pro Firmenanteil an der Börse London. Dieser hinkt mit einer Steigerung von rund 150% der Entwicklung aus der Realwirtschaft noch deutlich hinterher und kann zu dieser erfahrungsgemäß aufschließen.

Digitalisierungsgewinner
Als CEO fungiert der erfahrene und erfolgshungrige Ben Crawford mit seinem Team von etwas über 400 Mitarbeitern. Er setzt auf internationale Akquisitionen im zersplitterten Markt der Internetdomänen. Derzeit sind über 8 Mio. Domains im Besitz und liefern jährlich ­wiederkehrende Umsätze und Erträge. Zusätzlich nutzt das Unternehmen den Zugang zum Internetdatenverkehr, um seinen internatio­nalen Kunden Online-Marketing-­Services anzubieten, die auf künstlicher Intelligenz basieren. Seit seinem Börsengang im Jahr 2013 steigerte das Unternehmen die Umsatz­erlöse um durchschnittlich 79% p.a. auf aktuell etwas über 280 Mio. USD für die ersten neun Monate 2021. Der operative Cashflow liegt bereits nach den ersten sechs Monaten 2021 bei über 30 Mio. USD. Die Digitalisierung wird nach Einschätzung des Fondsmanagements noch deutlich zuneh­men – davon sollte das Unternehmen auch in den nächsten Jahren kräftig profitieren, sodass eine deutliche Steigerung des aktuellen Enterprise Values von 550 Mio. USD denkbar erscheint.

Risikohinweis
Die Darstellung ist weder Aufforde­rung zum Kauf noch zum Verkauf. Erfolge der Vergangenheit sind ­keine Garantie für zukünftige Erfolge. Die Einschätzung zum Unternehmen kann sich jederzeit ändern, ohne dass Sie darüber informiert ­werden.

Gregor Nadlinger ist seit 2002 in der ­Vermögensverwaltung und dem Wertpapier­geschäft tätig. Zuvor arbeitete der studierte Betriebswirt 15 Jahre in der Software­industrie und widmete sich dort in leitenden Funktionen u.a. der Entwicklung von Wertpapier-Datenbanken, Handels- sowie Wertpapier-Settlement- und Buchhaltungssystemen. Seit Auflegung im Jahr 2007 ist Nadlinger Gründer und hauptverantwortlicher Absolute-Value-Fondsmanager des Managed Profit Plus (WKN: A0MZM1), der nach Leistungsstärke die Nummer eins aller 215 privaten Pensionskassenfonds in Österreich ist.

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