Musterdepots SIW 47/2013 vom 27.11.2013

Musterdepot Aktien
Wie bereits in Smart Investor 12/2013 angekündigt, haben wir ein verstärktes Augenmerk auf die Entwicklung unseres Musterdepot-Titels PNE Wind gelegt. Am Dienstag letzter Woche wurde bekannt, dass der dänische Projektpartner Dong Energy nun dem Bau der beiden Offshore-Windanlagen Gode 1 und 2 zugestimmt hat. Damit fließen PNE insgesamt 45 Mio. EUR an Meilensteinzahlungen zu. Die restlichen 25 Mio. EUR der in Aussicht gestellten 70 Mio. EUR werden fällig, sobald das dritte Projekt Gode 3 abgesegnet wird. Nach einem operativen Minus von 6 Mio. EUR in den ersten neun Monaten dürfte das Ergebnis bei PNE für das Gesamtjahr 2013 tief schwarz ausfallen – laut einem Sprecher des Unternehmens in etwa so wie prognostiziert. Demnach könnte es zum besten Ergebnis der Firmengeschichte kommen. Dennoch ging die Aktie gestern zeitweilig um 2,9% zurück und schloss 1,83% im Minus (2,68 EUR), die Umsätze lagen dabei im Minimalbereich. Grund für die Skepsis sind politische Aussagen im Rahmen der Koalitionsverhandlungen. Die Auswirkungen auf Förderung erneuerbarer Energien hängen weiterhin wie ein Damoklesschwert über der Aktie. Dabei wurde im Bereich Offshore-Windanlagen, in welchem PNE sehr stark tätig ist, nun für deutlich mehr Planungssicherheit gesorgt. Im Bereich onshore gibt es noch einige offene Punkte hinsichtlich der zukünftigen Förderung. Allerdings dürften hierbei vor allem Projekte in windschwachen Regionen beschnitten werden. PNE ist jedoch in eher windstarken Gebieten mit Projekten vertreten. Das KGV könnte für 2013 bei etwa 5 liegen, soweit unvorhergesehene Entwicklungen ausbleiben. Vor dem Hintergrund der politischen Wankelmütigkeit könnte der Depotanteil mit rund 8% etwas hoch sein. Die Aktie bleibt daher unter verstärkter Beobachtung.

Nachdem der Yen gegenüber dem Euro in den letzten Wochen mehr oder weniger seitwärts lief, besteht nun der Verdacht, dass er eine neue Schwächephase einläuten wird. Unsere beiden Positionen Bridgestone und Aisin Seiki machen zusammen etwa 22.000 EUR aus, welche es demgemäß abzusichern gilt. Wir wählen den Call-Optionsschein auf den Euro (gegen Yen) von UBS mit der Kennnummer UA7SNP (akt. Kurs: 5,08 EUR, was in etwa 700 Yen entspricht). Der Schein berechtigt zum Bezug von 100 EUR zu einem Kurs von 140 Yen (akt. notiert der Euro bei 138,40 Yen). Das heißt, ab einer Währungsrelation von 147,00 EUR/JPY liegt der innere Wert des Scheins über unseren Kaufkurs. Die Laufzeit des Optionsscheins geht bis 13.3.2015, der anfängliche Hebel liegt bei knapp 20. Wir sichern unsere Position damit also nicht 1 zu 1 ab, sondern versichern uns damit nur für den Fall, dass der Yen über die Maßen stark nachgibt, was wir im Zuge des dortigen Crack-up-Booms sowie einer nicht auszuschließenden Vermögensabgabe im Euroraum für möglich halten. Wir wollen einen Betrag von 40.000 EUR absichern, also knapp das Doppelte unserer offenen Japan-Position, d.h. wir erwerben 400 Scheine zur morgigen Eröffnung (9.00 Uhr) an der Frankfurter Börse (Scoach). Das Volumen liegt damit bei ca. 2.000 EUR, was rund 0,7 Prozent des Depotvolumens entspricht.

Musterdepot Fonds
Unser Kauflimit für den Nebenwerte-Fonds Mandarine Unique Small & MidCaps Europe (WKN: A1CWBQ; akt.: 863,16 EUR) bei 844 EUR (für 10 Anteile, Depotanteil ca. 6.5%) ist noch nicht ausgeführt worden und lassen wir für diese Woche noch einmal für den Börsenplatz Hamburg aktiv.

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