Inflationsaussichten und die Zusammensetzung von Depots

Inflation und Assetklassen
Derzeit wird unter Marktteilnehmern wieder intensiv über die Schlagwörter Inflation und Deflation debattiert. Zu besprechen gilt es dabei viel, denn es gibt unterschiedlich zu interpretierende Tendenzen. Während in den USA erstmals seit längerer Zeit die Preise wieder etwas stärker als erwartet steigen, sorgt sich etwa die Europäische Zentralbank vor allem um fallende Preise.

Als Anleger könnte man sich theoretisch auch zurücklehnen und argumentieren, die Zukunft werde schon zeigen, in welche Richtung das Preispendel letztlich ausschlagen wird. Doch wer sein Portfolio möglichst gewinnbringend aufstellen will, der tut gut daran, sich intensiv mit der Frage zur weiteren Preisentwicklung zu beschäftigen. Warum das zu empfehlen ist, lässt sich auch einer Grafik ableiten, die wir dem Report „In Gold we trust“ vom Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum AG entnommen haben. Denn diese zeigt eindeutig, dass die Performance der verschiedenen Assetklassen auch sehr stark vom jeweils vorherrschenden Inflationsumfeld abhängt. In der Vergangenheit war es demnach so, dass bei fallenden Inflationsraten Aktien und Anleihen mit Zuwachsraten von 15,0% und 11,3% am besten abgeschnitten haben, während Edelmetalle da nur leicht um 1,9% zulegten und Rohstoffe sogar Verluste von 11,1% erlitten haben. Ganz anders fällt das Ergebnis dagegen bin Zeiten steigender Inflationsraten aus. Da haben plötzlich Rohstoffe mit plus 26,4% und Edelmetalle mit plus 24,0% die Nase vorne. Aktien und Anleihen weisen dagegen ein Minus von 10,3% und 4,4% auf.