Grafik der Woche – Globale Wohnungsmärkte

Immoblase Text

Die Immobilienpreise steigen an vielen Orten weltweit. Längst grassiert deshalb die Angst vor einer Immobilienblase. Diskutiert wird über diese Gefahr auch mit Blick auf Deutschland. Unter den Notenbanken haben erst jüngst die Deutsche Bundesbank, die Bank von England und die Europäische Zentralbank vor einer Überhitzung der Immobilienmärkte gewarnt. Dazu passt auch, dass alleine im zweiten Quartal in Europa die Behörden in Großbritannien, Belgien, den Niederlanden, Slowenien und Estland Gegenmaßnahmen ergriffen haben, um den lokalen Markt abzukühlen.

Geschürt werden diese Ängste auch deshalb, weil wegen dem Niedrigzinsumfeld viel Kapital in Immobilien gesteckt wird. Diese Entwicklung gilt es sicherlich kritisch im Auge zu behalten. Doch bei einer genaueren Bestandaufnahme der weltweiten Immobilienmärkte zeigt sich auch, dass nach gängigen Kriterien noch nicht allgemein von einer Überbewertung gesprochen werden kann. Ablesen lässt sich das auch an der abgebildeten Grafik, die einer Studie von Credit Suisse entnommen ist. Diese signalisiert für den deutschen Markt sogar noch eine relativ entspannte Situation. Zumindest dann, wenn als maßgebliche Kriterien die Relation der Hauspreise zu den Mieten oder die Hauspreise zu den Haushaltseinkommen herangezogen werden. Diese eignen sich als Vergleichsbasis auch deshalb, weil die Immobilienpreise im Normalfall nicht stark von dem Wachstumstrend dieser beiden Werte abweichen sollten. Gemessen daran wäre der deutsche Markt sogar noch unterbewertet, wobei Boom-Städte wie etwa München natürlich separat zu beurteilen sind.