Grafik der Woche – Übergewicht

Anteil von Aktien an den von Privathaushalten gehaltenen Assets (bereinigt um Pensionsfonds, 31.03.1952 – 30.09.2014)

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Quelle: Ned Davis Research

Im März jährt sich der Beginn der laufenden Hausse zum sechsten Mal. Durch die in dieser Zeit verbuchten starken Kursgewinne ist klar: Die Bewertungen sind längst nicht mehr so günstig wie noch vor einigen Jahren, obwohl gleichzeitig auch die Unternehmensgewinne deutlich gestiegen sind. Zumindest in den USA sind Aktien inzwischen auch wieder viel beliebter als noch im jüngsten Crash. Das Wissen darum entspricht zwar Allgemeingut, doch es ist wichtig, sich als Anleger ab und an daran zu erinnern, was das geschichtlich gesehen voraussichtlich für Konsequenzen haben könnte.

Aber zunächst zu den nackten Zahlen: Laut Investmentstratege Ned Davis von Ned Davis Research besaßen die US-Privathaushalte Ende September 2014 Aktien im Wert von 18,9 Bio. USD. Gemessen an den gesamten Assets entspricht dies einer Quote von 40,8%. Damit ist die Gewichtung höher als der Spitzenwert, der im Jahr 1968 im Zuge des damaligen Bullenmarktes erreicht wurde. Vergleichbar ist der Wert in etwa mit dem im Jahr 2007 erreichten Hoch, aber noch nicht ganz so hoch wie im Jahr 2000.

Schaut man sich nur die Gewichtsanteile von Aktien, Anleihen und Bargeld an, dann sind die US-Haushalte aus Basis der zuletzt vorliegenden Daten zu 55,7% in Aktien investiert. Das liegt klar über dem seit 1952 gültigen Durchschnittswert von 44,7%. Anleihen sind dagegen ebenso untergewichtet wie Bargeld. Wie die beiden Grafiken unten zeigen, sind zudem auch institutionelle Anleger vergleichsweise stark in Aktien investiert und auch Ausländer halten im geschichtlichen Vergleich überproportional viele US-Aktien in ihren Portfolios.

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