Aktien Update – Wilex AG

Die Wilex AG (WKN A11QVV, akt. Kurs 3,50 EUR) hat die ersten Halbjahreszahlen nach dem im vergangenen Jahr gestarteten umfangreichen Restrukturierungsprogramm vorgelegt. Das Minus konnte mehr als halbiert werden, doch noch immer steht ein Verlust von 23 Cent je Aktie zu Buche. Durch eine erfolgreiche Kapitalerhöhung und bewilligte Forschungsgelder konnte die Finanzierung für die kommenden Monate allerdings gesichert werden. Über eine Beteiligungsgesellschaft hält SAP-Gründer Dietmar Hopp 52% der Wilex-Anteile.

Wilex ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das über ein Portfolio diagnostischer und therapeutischer Produktkandidaten, basierend auf Antikörpern, zur Erkennung und gezielten Behandlung verschiedener Krebsarten verfügt. Im Rahmen eines umfangreichen Restrukturierungsprogramms wurden 2014 alle klinischen Entwicklungsaktivitäten am Standort München eingestellt.

Seitdem übernimmt die Wilex AG als Konzernmutter Holdingaufgaben für die Tochter Heidelberg Pharma GmbH und arbeitet weiterhin an der Vermarktung zweier klinischer Antikörper-Programme. Darüber hinaus unterstützt Wilex die Lizenzpartner bei der weiteren Entwicklung eines so genannten uPA-Inhibitors, anhand dessen die Notwendigkeit bzw. Wirksamkeit einer Chemotherapie zum Teil bemessen werden kann.

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SI-Kommentar:

Wilex ist als biopharmazeutischen Unternehmen natürlich eine Hochrisiko-Anlage. Die vergangenen Jahre waren von Verlusten und Kapitalerhöhungen gekennzeichnet. Doch das Segment der personalsierten Krebsbehandlung gilt als besonders aussichtsreich. So aussichtsreich, dass der Kurs lange Zeit meilenweit vorausgeeilt war. Mittlerweile darf das Niveau jedoch wieder als vernünftig eingestuft werden. Mit einer Marktkapitalisierung von 32 Mio. EUR ergibt sich angesichts des angestrebten Jahresumsatzes von 6 Mio. EUR zwar immer noch ein KUV von mehr als 5. Angesichts der breiten und von Experten durchaus als aussichtsreich angesehenen Pipeline und des präklinischen Servicegeschäfts sind jedoch durchaus Chancen zu erkennen.

Da es nur 9,2 Mio. Stück Aktien gibt, würde ein Durchbruch – und darauf zielt ein Investment in dem Sektor letztlich immer ab – sich signifikant im Ergebnis pro Aktie widerspiegeln. Dass mit Dietmar Hopp ein Ankerinvestor mehrheitlich im Boot sitzt, der auch die jüngste Kapitalerhöhung mitgetragen hat, wird vor allem jene ansprechen, die sich gerne an Entscheidugen bekannter und erfolgreicher Investoren anhängen.

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