Musterdepot SIW 34/2015 vom 19.08.2015

Musterdepot
Mit mehreren unserer Orders kamen wir vergangenen Donnerstag zum Zug. Verkauft haben wir unsere gesamte Position von 120 Stücken in Gilead (WKN 885823, akt. Kurs 105,40 EUR) zum Eröffnungskurs von 104,93 EUR am 13.8. in Frankfurt. Die Aktie hatte zuletzt charttechnisch nicht mehr besonders attraktiv ausgesehen, wir nehmen in Summe nach rund einem Dreivierteljahr einen Gewinn von etwas mehr als 30% mit.

Zum Kurs von 6,77 EUR veräußerten wir ebenfalls die vollständige Position in Cheung Kong Properties Holdings (WKN A14T2G, akt. Kurs 6,60 EUR) zur Eröffnung am 13.8. in Frankfurt. Die Aktie des Immobilienentwicklers und -bestandhalters war uns durch die Abspaltung von der Schwestergesellschaft CK Hutchison „zugefallen“. Auch wenn wir grundsätzlich auch von der Immobilienspalte überzeugt sind wollen wir uns zunächst auf den in unseren Augen interessanteren Teil der Gruppe konzentrieren.

Mit der Hälfte (95 Stück) unserer Anthem-Aktien (WKN A12FMV, akt. Kurs 137,18 EUR) trennten wir uns zu 135,00 EUR von einem Teil einer unserer erfolgreichsten Positionen im Depot mit einem Gewinn von über 80%. Die US-Versicherungsgruppe ist zwar bestens aufgestellt, aus einem gewissen Vorsichtsprinzip und als Vorbereitung auf schwierige Zeiten an den Märkten im Herbst wollten wir hier jedoch auch einmal Gewinne mitnehmen.

Bei Hargreaves Services (WKN A0HMDY, 2.000 Stück, akt. Kurs 5,15 EUR) belassen wir unseren Stopp-Loss bei 3,98 EUR. Sollte der Kurs diese Marke brechen, wäre dies eine charttechnisch verheerende Wirkung. Daneben behalten wir auch unser Verkaufslimit bei der japanischen Bridgestone (WKN 857226, 600 Stück, akt. Kurs 32,80) bei 33,00 EUR bei. Zuletzt lag der Kurs lediglich knapp darunter, bei einem kurzen Sprung nach oben wollen wir uns aber auch hier verabschieden. Die erst in dieser Woche gemeldeten schwachen Wachstumszahlen der Volkswirtschaft im „Land der aufgehenden Sonne“ bestärken uns in unserer Verkaufsabsicht.

Insgesamt wollen wir unser Depot angesichts des zuletzt doch merklicheren Gegenwinds an den Märkten „winterfest“ machen. Auch wenn es im Frühherbst noch einmal ein letztes Aufbäumen an den Märkten geben könnte rechnen wir mittelfristig mit einer drastischen Korrektur, ausgelöst vor allem durch die Rentenmärkte. Mit den durchgeführten Verkäufen haben wir nun eine Cash-Quote von etwas mehr als 25%.

Für unsere Position in der Beteiligungsgesellschaft Aurelius* (WKN A0JK2A, akt. Kurs 42,51 EUR) legen wir für die Hälfte unseres Bestandes, nämlich für 300 Stück, ab morgen ein Verkaufslimit von 43,30 EUR. Als Best-Performer unseres Depots werden wir hier rund 250% Gewinn realisieren (seit Kauf im September 2012).

Bei den Eurokai-Vorzügen (WKN 570653, akt. Kurs 29,69 EUR) setzen wir für unsere 800 Stück ein Verkaufslimit bei 29,70 EUR. Mit der Limitierung auf dem aktuellen Kursniveau wollen wir bei dem marktengen Wert einen Verkauf zu einem ungünstigen Preis verhindern.

Bei unserer einzigen DAX-Position Linde (WKN 648300, akt. Kurs 164,45 EUR) verkaufen wir zum morgigen Eröffnungskurs bestens.

Daneben sehen wir im Bund-Future eine Möglichkeit, uns gegen einem Einbruch an den Rentenmärkte zu versichern, zumal hiervon auch Schockwellen für die Aktien ausgehen könnten.. Mit einem Bund-Future-Short-Zertifikat (WKN TD40DP, akt. Kurs 9,71 EUR, Basispreis: 165, Laufzeit bis zum 4.12.2015) erwerben wir daher einen KO-Optionsschein auf den Bund-Future. Der Schein entspricht in seinem Verhalten dem eines verkauften Bund-Future Kontrakt: ein Punkt Minus im Bund-Future entspricht ziemlich exakt einem EUR im Optionsschein. Wir ordern 1.000 Stück des Scheins mit einem Stopp-Buy bei einem Kurs von 10,70 EUR (was in etwa einem Bund-Future-Kurs von 154,35 entspricht). Damit wollen wir bei einem weiteren Rückgang im Bund-Future zum richtigen Zeitpunkt einsteigen.

Fonds-Musterdepot
Auch im Fondsmusterdepot wollen wir mit einigen Verkäufen Gewinne sichern und Verluste begrenzen.

Wir trennen uns zur morgigen Eröffnung von 45 Anteilen des FCP OP Medical BioHealth-Trends Fonds (WKN 941135, akt. Kurs 386,96 EUR) bestens. Wir werden hier voraussichtlich einen Gewinn von etwas mehr als 200% realisieren.

Daneben macht uns die Situation in einigen Emerging Markets bezüglich unseres Engagements in Indien zu schaffen. Wir setzen deswegen vorsichtshalber für die 3.000 Anteile des First State Indian Subcontinent Fonds (WKN A0QYLS, akt. Kurs 3,05 EUR) ein Stopp-Loss bei 2,95 EUR.

Die Spekulation mit dem gehebelten DAX ETF (WKN DBX0BZ, akt. Kurs 96,85 EUR) ist leider nicht aufgegangen. Auch aufgrund des Hebels in dem Fonds stellen wir unsere Position entweder mit einem Limit oder mit einem Stopp-Loss glatt. Wir setzen eine sogenannte OCO-Order, d.h. „one-cancels-other“. Wird eine der beiden Orders ausgeführt, entfällt die andere Alternative. Wir setzen ein Stopp-Loss bei einem Kurs von 92,90 EUR und ein Limit bei einem Kurs von 98,30 EUR für unsere 85 Anteile.

* Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte (siehe ausführliche Erklärung)

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