Aktien Update – GFT Technologies SE

Ulrich Dietz, Gründer und CEO der GFT Technologies SE, hat in den vergangenen Tagen genau 500.000 Aktien des Unternehmens verkauft. Der Erlös kann sich sehen lassen, denn rund 14,9 Mio. EUR erlauben den Rückschluss, dass es für Dietz auch weiterhin für eine warme Mahlzeit am Tag reichen wird.

Ausweislich der mitgeteilten Director´s Dealings wurde die erste Tranche am 27. November veräußert, und zwar 145.000 Stücke zum Preis von je 30 Euro. Am 30. November folgten 190.000 Aktien zu ebenfalls 30 Euro, und am 1. Dezember schließlich 165.000 Aktien zum Preis von 29,90 Euro. Alle drei Deals wurden außerbörslich abgewickelt.

Die Nachfrage in der Investor Relations Abteilung ergab, dass nicht kommuniziert wird, an wen das Aktienpaket verkauft wurde. Nicht bekannt ist, ob es sich um einen strategischen Käufer oder um mehrere handelt, also zum Beispiel Fonds, Pensionskassen oder Family Offices. Gründe wie etwa Steuerzahlungen oder Pläne, etwa analog der Verkaufsankündigung von Facebook-Gründer Zuckerberg, der Milliardenbeträge in eine Stiftung einbringen will, wurden ebenfalls nicht genannt. Wichtig sei, dass die Familie Dietz mit einem Anteil von 35 Prozent auch weiterhin ein wichtiger Ankerinvestor des Unternehmens sei und bleibe.

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SI-Kommentar:

Die nun veräußerten 500.000 Aktien entsprechen 1,9 Prozent des Grundkapitals. Das sei ziemlich exakt die Menge an Aktien, die die Familie Dietz seit 2005 in vielen kleinen Tranchen am Markt gekauft habe, sagte die Sprecherin. Die Zahlen machen gleichzeitig deutlich, dass die Umplatzierung nicht nur kursschonend durchgeführt wurde, sondern offenbar begleitend zu massiven Kaufordern.

Denn seit dem 30. November sind in der GFT-Aktie deutlich erhöhte Umsätze zu sehen. Eine News über das Erreichen von Meldeschwellen liegt indes noch nicht vor. Die Aktie zählt zu den Highflyern der vergangenen Wochen und Monate, vor allem in Folge der mehrfach angehobenen Prognosen.

Offensichtlich ist der Kapitalmarkt weiterhin von der Fokussierung auf Software für den Finanzdienstleistungsbereich überzeugt und erwartet überproportionale Steigerungen, wie sie durch Skalierungen im Softwaregeschäft im Gegensatz zum inzwischen veräußerten Projektgeschäft der Tochter „emagine“ möglich sind. Umso unverständlicher, dass GFT nicht ausführlicher informiert, zumal man im Prime Standard notiert ist.

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