Mit Aktien Kapital vorm Staat schützen

Dr. Holger Schmitz

Unser Geld verliert ständig an Wert. Gerade die Schwachwährung Euro führt dazu, dass Bürger zwar nominal etwas mehr in der Tasche haben, dafür jedoch real deutlich weniger bekommen. Dabei geht es auch anders.

Zu wenig fürs Kino

Wer im Jahr 2004 ins Kino ging, zahlte laut Filmförderungsanstalt im Schnitt 5,70 EUR Eintritt. Zehn Jahre später betrug der durchschnittliche Preis 8,05 EUR. Somit erhöhten sich die Kosten um über 40% – und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Warum ich das erwähne? Weil die typische Kapitalanlage der meisten Bürger nicht mithalten konnte. Zum Vergleich: 2004 gab es einen – aus heutiger Sicht fast unglaublichen – Tagesgeldsatz von 1,8% p.a. Damit wären aus den anfänglichen 5,70 EUR für die Kinokarte über zehn Jahre gerade einmal 6,81 EUR geworden – und somit zu wenig, um sich den Eintritt noch leisten zu können. Dabei ist die allgemeine Inflation derzeit sogar gering, trotz Geldüberflutung der Märkte durch die EZB – jedenfalls laut offizieller Statistik. In Wahrheit jedoch liegt dies maßgeblich an gesunkenen Energiepreisen und häufigen Anpassungen des Warenkorbs durch staatliche Stellen. Die tatsächlichen Kosten für die Bürger nehmen hingegen ungebremst zu, während ihre Spareinnahmen stagnieren.

Niedrigst-Zinsen durch Staatsverschuldung

Für die aktuellen Niedrigst-Zinsen sind jedoch keine konjunkturellen Ursachen verantwortlich. Der „ehrliche“ Grund ist die immense Staatsverschuldung, die eine Rückkehr auf ein ansatzweise normales Zinsniveau unmöglich macht! Denn ausgabewütige Politiker haben keine Möglichkeit ungenutzt gelassen, um vergangenen Konsum durch Kredite zu finanzieren – auf Kosten zukünftiger Generationen. Würden jetzt die Zinsen steigen, gingen die heillos überschuldeten Staaten der Reihe nach Bankrott. Ganz besonders trifft dies auf die Eurozone zu, in der diejenigen Länder, die besonders schlecht gewirtschaftet haben, mit immer neuen Hilfspaketen auch noch belohnt wurden. Ein großflächiges Insolvenz-Szenario versuchen Politik und Notenbanken nun so lange wie möglich hinauszuzögern. Es auf Dauer zu verhindern, dürfte jedoch nicht mehr möglich sein. Zu dem inflationsbedingten, und damit schleichenden, Kaufkraftverlust gesellt sich eine zweite Gefahr: Direkte Enteignungen durch den Staat! Wenn andere Finanzierungsquellen versiegen, bleibt nur das ungeschützte Kapital des Bürgers. Spanien hat in 2014 rückwirkend (!) eine landesweite Sparersteuer eingeführt. Nachahmer dürften folgen.

Was tun?

Was sollten Sie als Anleger also tun, um Ihr Kapital effektiv zu beschützen? Die Antwort ist ganz einfach: Investieren Sie in Aktien – vorzugsweise in Substanzwerte außerhalb des von Staatsschulden besonders vergifteten Euroraumes! Eine Besitzsteuer eigens für Aktien gab es noch nie. Denn die mit ihnen verbundene direkte Beteiligung am Produktivkapital schützt sie vor staatlichen Zugriffen. Keine Regierung mag nämlich die eigene Wirtschaftskraft vorsätzlich abwürgen, da dies den Verlust der wichtigsten Einnahmequelle bedeutete. Aber auch inländische Aktien bieten Vermögensschutz. Eine Kapitalanlage in den DAX Ende 2004 hätte bis Ende 2014 eine Rendite von über 130% erbracht. Bezogen auf das Beispiel: Aus den anfänglichen 5,70 EUR wären 13,13 EUR geworden – genug, um sich zu dem Kinobesuch auch noch Popcorn und Cola leisten zu können.

 

Über Dr. Holger Schmitz

Die SCHMITZ & PARTNER AG – Privates Depotmanagement mit Sitz im Tessin, Schweiz, wurde im Jahr 1997 gegründet. Die SCHMITZ & PARTNER AG arbeitet partnerschaftlich mit der 2005 ebenfalls von Dr. Holger Schmitz gegründeten Schmitz & Cie. GmbH – Individuelle Fondsberatung mit Sitz in München zusammen. Dr. Schmitz ist bereits seit dem Jahr 1988 in der Vermögensverwaltung tätig und arbeitete mehrere Jahre bei der FIDUKA Depotverwaltung im direkten Austausch mit Börsenlegende und Gründungsmitglied André Kostolany zusammen, bevor er sich 1993 selbständig machte. Neben der individuellen Beratung und dem persönlichen Depotmanagement erhalten Kunden durch die Kooperation mit der SCHMITZ & PARTNER AG – Privates Depotmanagement die Möglichkeit, in zwei sich ergänzende vermögensverwaltende Fonds, den Schmitz & Partner Global Offensiv Fonds sowie den Schmitz & Partner Global Defensiv Fonds, zu investieren.