Musterdepot SIW 23/2016 vom 08.06.2016

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Der Pharmakonzern Stada (WKN 725180, akt. Kurs 47,01 EUR) kommt nicht aus den Schlagzeilen. Bisheriger Höhepunkt: Der Rückzug des bisherigen Vorstandsvorsitzenden Hartmut Retzlaff. Offiziell lässt dieser krankheitsbedingt sein Amt ruhen, vermutlich auch um den lästigen Fragen auf der Hauptversammlung am 26.8. zu entgehen. Der Aktie gab diese Nachricht Anfang der Woche weiteren Rückenwind. Der heute jedoch mit einer neuerlichen Meldung zum Erliegen kam. Denn erstmals äußerte sich das Unternehmen zu den Übernahmegerüchten, die am Markt kursieren.

So hatte das Wall Street Journal vor rund zwei Wochen über laufende Verhandlungen mit dem Private Equity-Investor CVC berichtet. Laut einem Unternehmenssprecher handele es sich dabei jedoch um Gerüchte. Es habe zu keinem Zeitpunkt Gespräche mit CVC gegeben. Dennoch bleibt die Gemengelage interessant: Der Kurs zeigt sich im Verlauf des Tages jedenfalls nur wenig beeindruckt von der jüngsten Nachricht. Der Druck der Aktivisten auf das Unternehmen dürfte in den kommenden Wochen weiter anhalten. Durch den personellen Wechsel könnten sich mittelfristig tatsächlich neue Perspektiven auftun – vielleicht eben nur mit einem anderen Investor als CVC.

Der 16.5. ist für den Volkswagen-Konzern eine teure Angelegenheit. Denn am Tag nach der Hauptversammlung von MAN müssen die Wolfsburger dem Freefloat ihrer Münchener Tochter eine Garantiedividende von 3,30 EUR (brutto) je Aktie bezahlen. In Summe werden ca. 135 Mio. EUR für die Aktien fällig, die sich nicht ohnehin im VW-Besitz befinden. Auch auf unsere verbleibenden 100 Stück wird dabei mit 330 EUR eine nette Summe entfallen, auch wenn dies im Verhältnis zu unserem Depotvolumen wenig ins Gewicht fällt. In den letzten Jahren war bei MAN stets ein deutlicher Anstieg vor dem Ausschüttungstermin festzustellen, danach jedoch meist kein 100% Dividendenabschlag. Auf ein vergleichbares Verhalten der Aktie setzten wir auch in diesem Jahr. Allerdings werden wir uns höchstwahrscheinlich danach von der Aktie trennen, um Liquidität für neue Positionen zu generieren.

Relativ schwach zeigte sich in den letzten Wochen unser Alpha Gold/S&P 500-Zertifikat (WKN SG6C9T, akt. Kurs 95,54 EUR). Nachdem wir bereits rund 15% im Plus lagen, sind wir aktuell rund 5% im Minus. Grund dafür ist zum einen die zuletzt positive Entwicklung am US-Aktienmarkt, andererseits jedoch die Zwischenkorrektur beim Gold. Wir werden auch in Zukunft mit einer hohen Volatilität im Zertifikat leben müssen. Langfristig sollte die – relativ gesehen – bessere Performance jedoch beim Gold liegen. Wir können uns in Zukunft jedoch vorstellen, die Volatilität dazu zu nutzen, bei Spitzen zu verkaufen, und in Korrekturen neu einzusteigen.

Erst im letzten Weekly hatten wir darauf hingewiesen, dass das Silber gerade auf seinem langjährigen Abwärtstrend aufsetzt, der gleichzeitig der Nackenlinie einer umgekehrten Schulter-Kopf-Schulter-Formation entsprach. Mit dem heutigen Anstieg um knapp 4% scheint sich dies nun zu bestätigen. Mittelfristig erwarten wir daher eine Fortsetzung der Rally bei den Minenaktien, so auch beim Silberproduzenten First Majestic Silver (WKN A0LHKJ, akt. Kurs 11,07 EUR). Mit knapp über 11 EUR notiert die Aktie nun bereits wieder über dem Zwischenhoch von Mitte Mai.

Fonds-Musterdepot
Keine Veränderung

* Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte (siehe ausführliche Erklärung)

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