Aktien Update – bet-at-hom.com AG

Die bet-at-home.com AG vermeldete heute ihre Zahlen für das erste Halbjahr 2016, das ganz im Zeichen der Fußballeuropameisterschaft stand. So haben die Österreicher – wie in der Vergangenheit bei ähnlichen Großereignissen – im Umfeld der Fußball-EM in Frankreich massiv in Marketingmaßnahmen investiert.

Zwischen dem 10.6. und dem 10.7. war bet-at-home.com durch international angelegte Werbekampagnen in Form von TV-Spots, Plakaten und Onlinemedien sowie mit Bonusaktion in ganz Europa präsent. Ein Großereignis dieses Ausmaßes sei für das Unternehmen typischerweise der ideale Zeitpunkt, um die Anzahl der registrierten Kunden nachhaltig zu steigern. Die gesamten Marketingkosten lagen damit im ersten Halbjahr 2016 planmäßig bei 26,6 Mio. EUR und somit rund 75% über dem Vergleichswert des Vorjahres (1. Halbjahr 2015: 15,2 Mio. EUR). Zum Ende des 1. Halbjahres verfügte der Konzern über knapp 4,5 Mio. registrierte Kunden (1. Halbjahr 2015: 4,1 Mio.).

Gleichzeitig konnte das Wett- und Spielvolumen auf der Plattform von bet-at-home.com um 16,8% auf nun rund 1.370 Mio. EUR gesteigert werden, die Brutto-Wett- und Gamingerträge (Vergleichbar mit dem Umsatz) legten um 15,2% auf 65,4 Mio. EUR zu. Lediglich bedingt durch die hohen Marketingaufwendungen lag das EBITDA mit 9,6 Mio. EUR jedoch deutlich unter dem Vorjahreswert von 16,6 Mio. EUR.

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SI-Kommentar: Es ist der typische Schweinezyklus eines Wettanbieters. Hohe Aufwendungen in Zeiten großer Fußballturniere, hohe Erträge in den Monaten danach, wenn die neu geworbenen Kunden auch ohne große Boni weiterspielen.

Die Zahlen von bet-at-home.com belegen allerdings, dass sich das Unternehmen unabhängig davon auf Wachstumskurs befindet. So geht der Ertrag trotz eines Marketing-Mehraufwands von 11,4 Mio. EUR lediglich um 7,0 Mio. EUR zurück. Mit dem dritten und vierten Quartal stehen darüber hinaus nun die Monate der Ernte an.

Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand nun mit einem Anstieg der Brutto-Wett- und Gamingerträge um 10% und einem leichten Rückgang des EBITDA auf ca. 30 Mio. EUR. Was andererseits aber im zweiten Halbjahr eine Steigerung von 33% zum Vorjahreshalbjahr bedeuten würde.

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