Grafik der Woche – Lang und schmerzvoll

Lediglich drei der letzten elf Wirtschaftsaufschwünge in den USA dauerten länger als der Gegenwärtige. Gleichzeitig hatten alle vorherigen Konjunkturen der Nachkriegszeit deutlich mehr Momentum als der aktuelle Aufschwung.

Was leicht vermuten lässt, das etwas faul ist, an den aktuellen Wachstumszahlen. Denn diese wurden vor allem mit künstlich niedrig gehaltenen Zinsen und Quantitative Easing – sprich Gelddrucken – „erkauft“. Laut den Experten der Liechtensteiner Incrementum AG konnten vor allem die Vermögenspreise von dem wirtschaftlichen Boom profitieren – und damit vor allem die Wohlhabenden. Frühere Aufschwünge waren dagegen auch durch die breite Masse getragen – und deswegen vermutlich deutlich stabiler.

Betrachtet man die historischen Beispiele, ist eine Rezession ohnehin zum Greifen nahe. Die Grafik zeigt allerdings auch, dass möglicherweise noch ein langer Weg anämischen Wachstums vor uns liegen könnte. Denn ein manipulierter Aufschwung kann eben auch sehr lange aufrechterhalten werden.

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