Grafik der Woche – Abgehoben

MSCI Europe Gewinnprognosen

Quelle: J.P. Morgan Asset Management

Ein gesunder Kursaufschwung sollte typischerweise von einer entsprechenden Gewinndynamik unterlegt sein, so stellt man sich dies jedenfalls laienhaft vor. Denn wenn die Erträge in einem vergleichbaren Umfang ansteigen wie die Notierungen, bleiben die Bewertungen unterm Strich unverändert.

Verdoppelt ein Unternehmen seinen Gewinn je Aktie von 1 auf 2 Euro, kann dessen Aktie auch von 10 auf 20 EUR steigen, ohne dass das Papier sich fundamental verteuert hätte.

Was man für die europäischen Aktienmärkte in Summe jedoch nicht behaupten kann. Denn während das Gewinnniveau noch immer auf dem Level von 2010 oder 2011 verweilt, sind die Kurse weit vorausgeeilt.

Im Fachjargon nennt man dies dann beschönigend „Multiple-Expansion“, also die Ausweitung der Bewertung ohne fundamentale Untermauerung. Die Niedrigzinsen und die QE-Programme der EZB dürften das ihre dazu beigetragen haben.

In den USA sieht diese Entwicklung immerhin ein bisschen anders aus. Zwar haben hier die Aktienmärkte ebenfalls neue Allzeithochs markiert. Gleiches gilt jedoch auch für das Gewinnniveau der S&P 500-Indexmitglieder.

S&P Gewinnprognosen

Quelle: J.P. Morgan Asset Management

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