Grafik der Woche – Zinsplanspiele

Was wurde nicht alles geschrieben, seit dem Amtsantritt von Donald Trump. Der neue Präsident wäre ein notorischer Schuldenmacher, allein schon aufgrund seiner Vergangenheit im Immobiliengeschäft. Gleiches würde sich nun natürlich auch in seiner Fiskalpolitik widerspiegeln.

Als Konsequenz wären höhere Zinsen quasi unvermeidbar. Es braucht jedoch keine große Mathematik, um sich auszurechnen, ob die US-Regierung eine solche Zinsnormalisierung überhaupt verkraften könnte.

Zunächst einmal war Trumps Vorgänger Barack Obama bislang der mit Abstand größte Schuldenmacher der Geschichte der USA. Schafften es die 43 ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten auf ca. 10,6 Bio. USD Schulden, setzte Obama in acht Jahren noch einmal etwas mehr als 9 Bio. USD obendrauf.

Gleichzeitig konnte die Zinslast jedoch sogar reduziert werde. Dank Niedrigzinsen reduzierte sich der durchschnittliche Zinssatz von rund 4,2% auf lediglich rund 2,2%.

Über die letzten 200 Jahre lag der Durchschnittszins auf zehnjährige US-Treasuries jedoch bei ca. 5,1%. Spricht man von einer Zinsnormalisierung, sollte dieses Niveau daher auf jeden Fall erreicht werden.

Geht man in den ersten Jahren Donald Trumps „lediglich“ von 5 Bio. USD Neuschulden aus, würde dies jedoch auf lange Frist eine Zinslast von rund 1,25 Bio. USD bedeuten (roter Balken). Kurze Info: Der US-Staatshaushalt umfasst zurzeit rund 2,2 Bio. USD.

Rund die Hälfte davon würde in diesem Szenario alleine für den Zinsdienst aufgewendet werden. Wie wahrscheinlich dies ist, sollte jeder selbst beurteilen…

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