Smart Investor 6/2017 – Editorial

Seit nunmehr zwölf Jahren nehmen wir uns in jedem Frühling das Segment der börsennotierten Beteiligungsgesellschaften vor. Die dahinterstehenden Geschäftsmodelle sind dermaßen vielfältig und interessant, dass wir dafür viel Platz und Researchpower aufbringen – immerhin gibt es alleine in Deutschland über 50 dieser Gesellschaften.

In der Titelgeschichte ab S. 6 finden Sie Analysen und Einschätzungen zu einer Reihe dieser Firmen. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Top-Performern der letzten zwölf Monate, wie z.B. die MBB SE, deren Aktie in diesem Zeitraum über 240% zulegen konnte. Auf den Seiten 8 und 9 ist das Zahlenwerk für alle Gesellschaft abgedruckt, welches dem interessierten Leser ein wichtiges Nachschlagewerk sein dürfte. Aber natürlich behandeln wir auch die Problemfälle – drei besonders erwähnenswerten, u.a. Aurelius, haben wir auf S. 14 einen eigenen Artikel gewidmet. Und ab S. 16 stellen wir Ihnen äußerst erfolgreiche ausländische Beteiligungsgesellschaften vor – von manchen haben Sie womöglich noch nie etwas gehört.

Eine Reihe von Ideen und Einblicke in die Denke amerikanischer Geldverwalter liefert Ihnen unser Beitrag ab S. 20. Darin berichtet mein Kollege Christoph Karl von zwei ganz gegensätzlichen Veranstaltungen: einerseits von der Sohn Investment Conference in New York, einem Mekka der Hedgefonds-Szene. Und andererseits von der legendären Hauptversammlung von Berkshire Hathaway, der Gesellschaft des Starinvestors Warren Buffett in Omaha. Manche nennen es auch das Woodstock der Value-Gemeinde.

Apropos Amerika: Die ersten 100 Präsidentschaftstage von Donald Trump sind rum. Wir nehmen dies zum Anlass, eine kritische Bewertung vorzunehmen. Einerseits werfen wir durch die „österreichische Brille“ einen Blick auf ihn und seine Vorhaben (S. 24). Andererseits beleuchten wir seine Außenpolitik, die mit dem Tomahawk-Beschuss eines syrischen Flughafens Anfang April einen vorläufigen „Höhepunkt“ erreichte (S. 22).

Viel Aufmerksamkeit hat regelmäßig unsere Rubrik „Lebensart & Kapital“, in welcher wir verschiedene Länder daraufhin untersuchen, inwieweit sie sich als Auswanderland eignen. Mit Julian Sandt haben wir diesmal einen ausgewiesenen Kenner von Paraguay zu Wort kommen lassen (S. 27), nachdem wir im letzten Heft einen Bericht zu Uruguay hatten. Übrigens: Trotz einer gewissen Namensähnlichkeit handelt es sich dabei um zwei völlig gegensätzliche Länder.

Smart-Investor-6-2017-728x1030Rohstoffaktien werden in den kommenden Jahren vermutlich zu den Outperformern gehören. Das behauptet zumindest der bekannte US-Value-Investor Jeremy Grantham. Eine Zusammenfassung seiner Studie finden Sie auf S. 46. Langjährige High Performer gibt es aber vor allem außerhalb des Rohstoffsektors. Sechs dieser Dauerläuferaktien stellen wir Ihnen ab S. 48 vor. Und in unserer Rubrik Anleihen zeigen wir auf, dass man selbst mit festverzinslichen Wertpapieren von Pleitefirmen immer noch stattliche Renditen erzielen kann (S. 58).

Schließlich möchte ich noch auf das Interview mit David Poppe hinweisen (S. 60). Er ist Manager des legendären Sequoia Fund, der einst sogar von Warren Buffett als adäquate Alternative zu einem Investment in Aktien seiner Berkshire Hathaway empfohlen wurde.

Mit diesem bunten Strauß an Themen sollte es Ihnen in den kommenden Tagen nicht langweilig werden. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen

Unterschrift

Ralf Flierl