SÜSS MicroTec AG

Die SÜSS MicroTec AG (WKN A1K023, akt. Kurs 11,37 EUR), Hersteller von Anlagen und Prozesslösungen für die Halbleiterindustrie und verwandte Märkte, vermeldet für das erste Halbjahr 2017 einen gegenüber Vorjahr deutlich gesteigerten Auftragseingang: 94 Mio. EUR bedeuten ein Plus von 36%. Das Unternehmen sieht eine allgemein gute Marktlage in der Halbleiterindustrie, von der man mit Innovationen besonders profitieren konnte. Systeme für temporäres Bonden sowie UV-Projektionsscanner konnten bei wichtigen internationalen Kunden punkten. „Auch der Kernbereich Lithografie mit seinen Mask Alignern und Belackern/Entwicklern verzeichnete im ersten Halbjahr volle Auftragsbücher. Die Nachfrage stammt unter anderem aus den Endmärkten Konsumelektronik und Kommunikation“ lässt das Unternehmen wissen.

Die temporären Bondsysteme wurden von einem international führenden IDM (Integrated Device Manufacturer) geordert, der bereits mehrere der Systeme in seiner Produktion verwendet. SÜSS MicroTec geht zum jetzigen Zeitpunkt von einer weiteren Belebung im Bereich 3D-TSV-Integration aus. Darüber hinaus konnte SÜSS MicroTec im ersten Halbjahr 2017 einen Folgeauftrag für zwei UV-Projektionsscanner gewinnen.

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SI-Kommentar:

SÜSS MicroTec hat den Turnaround ganz offenbar geschafft, nachdem bereits im vergangenen Jahr der Auftragseingang (AE) angezogen hatte und durch ein starkes 2. Halbjahr 2016 ein Ergebnis von 0,26 Cent je Aktie erreicht werden konnte. Mit Bekanntgabe des starken AE nach dem 1. Quartal hatte das Unternehmen die Prognosen für 2017 erhöht. Das 2. Quartal verlief nun noch besser. Zudem blickt Vorstandsvorsitzender Dr. Franz Richter optimistisch in die Zukunft: „Seit dem 4. Quartal 2016 verspüren wir in all unseren Segmenten eine deutliche Belebung des Geschäfts. Darüber hinaus bin ich zuversichtlich, dass die positive Entwicklung sich im zweiten Halbjahr fortsetzen wird.“

Es ist also durchaus mit einer weiteren Prognoseanhebung zu rechnen. Der Kurs hat das allerdings schon zu einem guten Teil eingepreist, denn seit den letzten Tiefständen im November hat sich das Papier glatt verdoppelt. Selbst wenn es gelingen sollte, das Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr zu verdoppeln errechnet sich ein KGV 2017e von etwa 22. Das ist einerseits ambitioniert – anderseits: Wenn die globale Nachfrage anhält und weitere namhafte Aufträge akquiriert werden ergibt sich schnell weitere Luft nach oben.

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