Aktien Update – Stada Arzneimittel AG

Das Kapitel Stada-Übernahme ist fürs Erste abgeschlossen. Die beiden Investoren Bain Capital und Cinven haben in ihrem zweiten Anlauf insgesamt 63,85% der Stada-Aktien angedient bekommen. Die reduzierte Mindestannahmeschwelle lag bei dieser zweiten Offerte lediglich bei 63%. Wie geplant wird es nun eine weitere Annahmefrist von zwei Wochen geben (bis zum 1.9.), in der auch die verbleibenden Aktionäre das Angebot annehmen könnten.

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SI-Kommentar:

Das Hängen und Würgen rund um Stada hat ein Ende, der Konzern ist am Ende wie geplant an die beiden Finanzinvestoren Bain Capital und Cinven gegangen. Daran konnten oder wollten am Ende auch die diversen involvierten Hedgefonds nichts mehr ändern. Was bedeutet dies nun für verbleibende Stada-Aktionäre? Sollten diese in der weiteren Frist ihre Aktien den Investoren andienen?

Mit Sicherheit nicht, so viel steht allein schon aufgrund des Kursverlaufs fest. Denn der liegt bereits knapp 13% über dem gebotenen Preis von 66,25 EUR bei knapp 75 EUR. Die Investoren haben nun ein Problem: Sie benötigen weitere Prozente um zumindest auf 75% der Anteile zu kommen. Damit wäre zumindest ein Beherrschung- und Gewinnabführungsvertrag möglich. Die Käufer könnten damit „durchregieren“.

Alternativ benötigen sie nochmal mindestens weitere 15% um einen Squeeze-Out durchzuführen. Doch bereits das Angebot zeigte, wie schwierig es war, die Aktien zu bekommen. Für Stada-Aktionäre ist es unterdessen eine wunderbare Situation: Einfach abwarten was passiert. Es kann an sich nur besser werden. Je länger sich die Investoren Zeit lassen, umso höher wird der für Strukturmaßnahmen entscheidende Drei-Monats-Durchschnittskurs ausfallen.

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