PRIMA – Globale Werte

Patrick Schultz

Value-Ansatz

Der PRIMA – Globale Werte investiert international und benchmarkunabhängig in Value-Titel. Als Anlageberater steht seit dem 1. Januar 2014 Frank Fischer von der Shareholder Value Management AG zur Seite, der das Portfolio mit ruhiger Hand über mehrere Monate neu ausgerichtet hat. Im Zentrum der Aktienauswahl stehen vier einfache Kriterien des Value-Investing. Als Erstes ist eine hohe Sicherheitsmarge beim Kauf einer Aktie das A und O. Dabei wird nur investiert, wenn der Einstandspreis deutlich unter dem berechneten inneren Wert liegt. Ein weiteres Kriterium ist Geduld. Value-Investoren sind bestrebt, Preisschwankungen zu ihren Gunsten zu nutzen. Wenn andere Anleger gierig werden, verkaufen diese; haben andere Marktteilnehmer Angst und trennen sich in Panik von ihren Investments, dann sind Value-Investoren bei guten und unterbewerteten Unternehmen auf der Käuferseite. Bevorzugt werden eigentümergeführte Unternehmen, die einem langfristigen Investor aufgrund ihrer Kontinuität im Management und der Strategie entgegenkommen. Letztlich sollten die Titel einen strukturellen Wettbewerbsvorteil aufweisen, um eine dauerhafte ertragreiche Marktposition zu gewährleisten. Dies können beispielsweise Patente oder Kostenvorteile sein, die die eigene Position und damit die Ertragslage vor Mitbewerbern schützen.

Nachhaltigkeitskriterien

Auf Basis dieses Value-Ansatzes werden aus dem globalen Anlageuniversum vom Fondsmanagement die attraktivsten Anlageideen herausgefiltert. Dabei wird zusätzlich ein Nachhaltigkeitsfilter zum Ausschluss von „geächteten Waffen“ und „Nahrungsmittelspekulationen“ berücksichtigt. Investitionen in Small- oder auch Micro Caps sind aufgrund des derzeitigen Fondsvolumens von über 55 Mio. EUR gewährleistet und werden auch aktiv genutzt. Der Fonds besteht aus einem konzentrierten Portfolio von rund 30 Einzeltiteln. Kurzlaufende Anleihen oder Kasse können je nach Marktphase aktiv eingesetzt werden. Darüber hinaus wertet das Fondsmanagement verhaltensökonomische Daten aus und verringert bei eindeutigen Signalen zeitweise aktiv die Aktienpositionen mit Futures oder Optionen auf liquide Aktienindizes. Die Aktienquote kann in einer Bandbreite von 0-100% aktiv gesteuert werden. Beispielsweise betrug die Netto-Aktienquote im Februar 2016, als der DAX-Index unter die 9.000er-Marke tauchte, gerade mal 30%.

Fazit

Der Anlageberater Shareholder Value Management AG hat mit dem Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen in der Vergangenheit gezeigt, dass solch ein Value-Ansatz erfolgreich sein kann. Der vorliegende Fonds PRIMA – Globale Werte ist aufgrund der noch größeren Freiheitsgrade und des globalen Anlageuniversums nur teilweise vergleichbar. Grundsätzlich ist ein gewisser Schwerpunkt in deutsche Aktien (aktuell 37%) zu erkennen. Ein Blick in das aktuelle Portfolio unterstreicht die Aktivität und Ausnutzung der Freiheitsgrade, aber auch die Stockpicking-Fähigkeiten. Die größte Position mit über 9% ist die STADA Arzneimittel AG, die derzeit aufgrund von Übernahmefantasie deutlich im Kurs angestiegen ist. Der Titel wurde bereits im Februar 2016 sukzessive aufgebaut. Die Kasse-Position von derzeit rund 10% unterstreicht die aktive Haltung, auf Kaufgelegenheiten auch warten zu können.

 

Patrick Schultz verantwortet seit 2003 beim Bankhaus die Fondsauswahl und unterstützt das Team beim Dachfondsmanagement. Im Oktober 2010 schlossen sich die Hamburger Conrad Hinrich Donner Bank und das Münchner Bankhaus Reuschel & Co. zu Donner & Reuschel zusammen. Das Traditionshaus ist spezialisiert auf Bankdienstleistungen für private Kunden, Unternehmer und institutionelle Kunden.