Grafik der Woche – Hart am Limit

Quelle: J.P. Morgan Asset Management

30 Mrd. EUR statt bislang 60 Mrd. EUR will Mario Draghi künftig jedes Monat in die Rentenmärkte pumpen. Noch mindestens bis September. Für die Mehrheit der Beobachter ist dies bereits Grund genug, von einer Wende zu sprechen. Was seltsam anmutet, denn immerhin wird Dragi in den nächsten Monaten die Bilanz der EZB um weitere 270 Mrd. EUR aufblähen. Dass er sich dabei eventuell nicht ganz freiwillig zurücknimmt könnte auch an der Angebotssituation liegen. Bereits im gestrigen Smart Investor Weekly haben wir darauf hingewiesen.

Nur kurzfristig ein Problem

Wie die Grafik von J.P. Morgan Asset Management zeigt, nähert sich die EZB in vielen Ländern bereits der Marke von einem Drittel aller ausstehenden Staatsanleihen. Unter dieser Schwelle zu bleiben hatte die Notenbank versprochen, um, wie sie sagt, keine indirekte Staatsfinanzierung zu betreiben. Bei gleichem Tempo wäre also in ein paar Monaten ohnehin Schluss gewesen. Langfristig dagegen dürfte es kein Problem sein, neue Anleihen zu finden. Denn was sollte Italien oder Portugal davon abhalten, neue zu emittieren, wenn der Käufer dafür schon mit den Hufen scharrt.

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