Schmitz & Partner Global Offensiv

Lars Kolbe

Fondsberater Dr. Holger Schmitz hat sein Handwerk bei der Münchner FIDUKA als Weggefährte von André Kostolany gelernt. Seit vielen Jahren ist er nun mit seiner eigenen Firma als Vermögensverwalter unterwegs und kann auf eine 40-jährige Börsenerfahrung zurückgreifen. Der Schmitz & Partner Global Offensiv („SPGO“) ist einer von zwei Fonds, die im Hause Schmitz & Partner AG verwaltet werden. Sein defensives Pendant ist der Schmitz & Partner Global Defensiv („SPGD“). Beide Fonds müssen im Zusammenhang gesehen werden, denn Schmitz bietet mit beiden Fonds eine komplette Vermögensverwaltung an, bei der sich der Anleger sein Depot entsprechend seiner individuellen Risikoneigung zusammenstellen kann. So sind im defensiveren SPGD neben Aktien beispielsweise Themen wie Edelmetalle oder Anleihen (in kleinerem Umfang) vertreten. Beide Fonds sind im ersten Halbjahr 2017 unter den besten 2% der jeweiligen Vergleichsgruppe vertreten.

Breite Streuung

Der SPGO bietet dem Anleger eine weltweite Allokation in Aktien. Durch die aktive Beimischung von Aktienfonds (ca. 30%) wird eine sehr breite Streuung in über 1.000 Werte erzielt. Ein Schwerpunkt bei den Aktienfonds liegt dabei seit einiger Zeit auf den Schwellenländern. Hierzu wird auf die Expertise von spezialisierten Fondsmanagerteams zugegriffen, die meist vor Ort ansässig sind. Neben den schon etwas etablierteren Schwellenländern Asiens findet man auch einen Fonds für Frontier-Markets, der die besonders wachstumsstarken (aber tendenziell auch riskanteren, weil illiquideren) Schwellenländer abdeckt. Der Vorteil ist hier jedoch ein eher unkorreliertes Verhalten dieser Märkte. Auf der Aktienseite liegt der Fokus klar auf der DACH-Region, wobei derzeit kein österreichisches Unternehmen, wohl aber einige schweizerische Werte zu finden sind. Euroskeptiker Schmitz setzt hier neben dem Kurspotenzial der Aktien auch auf den Schweizer Franken als sichere Währung. Bei den deutschen Werten ist eine Präferenz für mittelgroße, inhabergeführte Unternehmen wie Fuchs Petrolub, STRATEC Biomedical oder Krones zu erkennen, in denen der Fonds schon langfristig investiert ist und die zusammen gegenwärtig ca. 25% der Allokation ausmachen.

Solide Entwicklung

Die Fokussierung auf Qualität hat sich ausgezahlt: zum 14. September lag der SPGO seit Jahresbeginn mit 11,1% im Plus. Ein ausgezeichnetes Ergebnis, mit dem der Vergleichsindex MSCI Welt um fast 10% übertroffen wurde. Damit liegt man auch deutlich vor einigen bekannten Megaseller-Fonds. Auch die längerfristige Entwicklung ist solide: über fünf Jahre beträgt das Kursplus 32%. Im Krisenjahr 2008 hielten sich die Kursrückgänge mit -29% in Grenzen, was sicherlich auch mit der aktiven Cash-Allokation zusammenhängt. Aktuell beträgt das Cash-Polster 16,8%. Leider spiegeln sich die guten Ergebnisse bislang noch nicht im Fondsvermögen wider. Lediglich 12,5 Mio. EUR sind aktuell im Fonds investiert.

Fazit

Der SPGO bietet dem risikobewussten Anleger eine gute Partizipation an der Entwicklung der globalen Aktienmärkte. Die hohe Gewichtung der Schwellenländer muss der Anleger dabei ebenso im Auge behalten wie die teils sehr hohe Gewichtung der Einzeltitel (bis zu 9%).

Fondsmanager Dr. Holger Schmitz

 

Lars Kolbe (Jahrgang 1966) ist Dipl.-Kaufmann und seit 2011 Gründer und Geschäftsführer der Aqualutum GmbH. Frühere Stationen waren u.a. die Bad Homburger Feri Trust, wo er das Fondsresearch verantwortete. Kolbe ist Fondsberater des Fonds m4 masters select (WKN: A12F3R).