MARS 10 UI

Jürgen Dumschat

‬Gut zu partizipieren, wenn die Kurse steigen, und auf der sicheren Seite zu sein, wenn Katerstimmung vorherrscht – diesen durchaus erstrebenswerten Spagat versprechen viele, sie können ihr Versprechen jedoch selten dauerhaft einlösen. So gesehen könnte man meinen, dass MARS Bezug nimmt auf den römischen Kriegsgott, der – in diesem Fall – den Verlusten den Kampf angesagt hat. Tatsächlich steht der Name jedoch für Multi-Asset-Absolute-Return-Strategie, und dieses Metier beherrschen Jens Kummer, Andreas Bichler und Damian Krzizok bestens. Bereits von 2008 bis 2013 arbeiteten sie als Team bei SEB Investment. Jens Kummer, damals Head of Multi Asset, verantwortete seinerzeit ein Portfoliovolumen von rund 4 Mrd. EUR. Die MARS-Strategie, die sich für unterschiedlich hohe Risikotragfähigkeiten skalieren
lässt, wurde seit September 2008 in den Multi-Asset-Dachfonds der SEB eingesetzt und nach Gründung von MARS Asset Management, an der übrigens auch ACATIS mit 30% beteiligt ist, nahtlos fortgeführt. Die dem MARS 10 entsprechende Strategie hat seit September 2008 eine durchschnittliche Wertentwicklung von 7,2% p.a. erwirtschaftet. Angesichts der angestrebten – und stets eingehaltenen – Verlustbegrenzung auf maximal 10% p.a. ein stolzes Ergebnis, dessen Wertigkeit erst so richtig klar wird, wenn man sich vor Augen führt, dass der DAX im gleichen Zeitraum nahezu identisch (7,3% p.a.) performte. Der feine Unterschied: Der DAX war mit 19,1% mehr als zweieinhalbmal so volatil wie die MARS-Strategie (7,3%).

Dynamische Portfoliostruktur

Der Schlüssel zum Erfolg ist die äußerst dynamische Portfoliostruktur, die (im Rahmen gesetzlicher Vorgaben) keinen Beschränkungen
unterliegt. Die Grafik spricht Bände. Dabei beschäftigt man sich nicht mit Einzeltitelselektion, weil man der richtigen Gewichtung der insgesamt 100 (!) verschiedenen Assetklassen deutlich höhere Erfolgsaussichten beimisst. MARS arbeitet bei der Portfoliooptimierung mit einem Wahrscheinlichkeitskonzept (Telser-Optimierung), welches zur Gruppe der Safety-first-Ansätze gehört. Ziel ist das bestmögliche Ergebnis mit der Restriktion der Einhaltung des Risikomaßes. Dieses ist richtigerweise nicht durch volatilitätsbasierte Kennzahlen, sondern
durch den Maximum Drawdown definiert. Das Ergebnis spricht für sich. Neben dem hier in Rede stehenden MARS 10 gibt es einen weiteren Dachfonds mit einem Risikobudget von 5% pro Kalenderjahr. Zudem wird eine ganze Reihe von Einzelmandaten auf Basis individueller Vorgaben gemanagt. Insgesamt hat die erst vor gut fünf Jahren gegründete Gesellschaft Assets in Höhe von rund 385 Mio. EUR under Management. Chapeau!

 

Über Jürgen Dumschat

Jürgen Dumschat, Jahrgang 1955, ist gelernter Bankkaufmann und Marketing-Fachwirt. Seit 1988 ist die Investmentbranche sein Betätigungsfeld, und von Anfang an hat er sich auf vermögensverwaltende Fonds spezialisiert. Mit seinem Pool, der AECON Fondsmarketing GmbH, betreut er Finanzdienstleister auf hohem Niveau. Als Sprecher des IVIF (Interessenverbund vermögensverwaltender Investment-Fonds) und Organisator der alljährlichen Hidden Champions Tour hat er sich als Protagonist des Segments „Vermögensverwaltende Fonds“ bundesweit einen Namen gemacht. In seinem Bestreben, Fonds aus Kundensicht zu beurteilen, entwickelte er die „Torment Ratio“, die ermittelt, ob das Schmerzensgeld (Performance) in Relation zu den Leiden des Anlegers („Maximum drawdown“ und „ maximum underwaterperiod“) ausreichend dimensioniert ist.