Tanz auf dem Pulverfass

Thomas Hellener, PRIMA Fonds

Stabiles Wirtschaftswachstum, niedrige Zinsen und steigende Unternehmensgewinne sind ein gutes Basisszenario für die Börsen im laufenden Jahr. Rund um den Globus stehen die Ampeln auf Grün. Und schaut man auf die Datenlage, so ist auch der wirtschaftliche Ausblick weiterhin positiv. Wir verzeichnen einen synchron verlaufenden globalen Aufschwung und vonseiten der Notenbanken sind zunächst auch keine Störfeuer in Sicht.

Selbst die Laune der Profianleger in den USA ist weiterhin herausragend: Laut der jüngsten US-Fondsmanager-Umfrage sind ihre Cash-Positionen auf einem Fünfjahrestief. Also: Optimismus pur. Aber genau das macht die Sache so riskant. Risiken werden ausgeblendet und der Glaube an ewiges Wachstum scheint unerschütterlich.

Gefahr in der Euphorie

In der absoluten Euphorie liegt die Gefahr: Denn es gibt genügend potenzielles Störfeuer, von dem das ein oder andere schon bald über die Märkte hereinbrechen könnte. So wird der Höhepunkt des aktuellen globalen Konjunkturzyklus wohl noch in diesem Jahr erreicht. Das bedeutet zwar nicht, dass der Boom sofort endet, aber er scheint nur noch von überschaubarer Dauer.

Turbulenzen schon im März möglich

Erste Auswirkungen können schon Anfang März die Parlamentswahlen in Italien haben, wenn dort die nationalistische Karte gespielt wird und die Aktien- und Devisenmärkte unter Druck geraten. Dann ein Blick nach Amerika: Bezogen auf die US-Inflationsrate, kann man mit einer Steigerung auf knapp 3% bis Juli rechnen. Dazu kommt die stimulierende Wirkung der Steuersenkungen zu einer Zeit, in der die US-Wirtschaft sowieso schon sehr gut läuft. Neben den Basiseffekten bei den Rohstoffen sehen wir ein stabiles Lohnwachstum. Das dürfte in Summe zu einer kräftig steigenden Inflation führen, was wiederum die US-Notenbank zu mehr als den bereits erwarteten Zinsschritten zwingen könnte. Verwerfungen an den Aktienmärkten wären die Folge.

Keine Panik

Die Situation gleicht also einem Tanz auf dem Pulverfass. Anleger sollten trotzdem nicht in Panik verfallen und komplett ins Lager der Bären wechseln. Hilfreich sind ein Fokus auf Qualitätsaktien und der Einsatz von Absicherungs- und Derivatestrategien, um bei vermögensverwaltenden Fondskonzepten im Fall von Turbulenzen aktiv und schnell absichern zu können. Damit ist gewährleistet, dass schnell auf Marktbewegungen auf der Aktien- wie auf der Devisenseite reagiert wird, um dauerhafte Verluste zu vermeiden.

Was die Aktienauswahl betrifft, sollten Risiken schon beim Geschäftsmodell vermieden werden. Qualitätsaktien, die schon heute über ein stabiles, gutes Wachstum verfügen, nicht zu teuer sind und ihre Wachstumsstory mit einer stabilen Wertentwicklung vereinen, zählen zu den Favoriten. Dazu gehört beispielsweise Novo Nordisk. Das Unternehmen weist ein qualitatives Wachstum auf, verfügt über ein robustes Geschäftsmodell und ist konjunkturunabhängig.

 

Über Thomas Hellener

Thomas Hellener ist Vorstand der VSP Financial Services AG und seit Juni 2013 Geschäftsführer der Tochtergesellschaft PRIMA Fonds Service GmbH. Diese ist eine unabhängige Investmentboutique für innovative und qualitativ hochwertige Investmentfonds. Die PRIMA-Fonds werden von externen Vermögensverwaltern und Fondsmanagern gemanagt, die über eine langjährige Expertise in ihren jeweiligen Schwerpunktbereichen verfügen, wie zum Beispiel Dr. Hendrik Leber, ACATIS Investment GmbH (Fondsmanager des PRIMA – Global Challenges, WKN: A0JMLV), oder Frank Fischer, Shareholder Value Management AG (Fondsmanager des PRIMA – Globale Werte, WKN: A0D9KC). Weitere Informationen unter: www.primafonds.com