Grafik der Woche – Zu schnell, zu hoch?

Die Börsianer hängen wieder an den Lippen aller Fed-Verantwortlichen. Denn die Angst vor einer zu straffen Geldpolitik treibt vielen die Schweißperlen ins Gesicht. Völlig unbeeindruckt scheint die US-Notenbank bei ihrem Kurs zu bleiben – bis Ende 2019 plant die Zentralbank vier weitere Zinsschritte. Damit läge der Leitzins in den USA in einem Jahr zwischen 3 und 3,25%. Zu schnell, zu hoch? Genau diese Ängste sorgen an den Märkten für Anspannung.

Könnte die Federal Reserve mit ihrer Zinspolitik dem konjunkturellen Boom ein jähes Ende bereiten? Es wäre historisch betrachtet nicht das erste Mal. Wie der langfristige Chart der Liechtensteiner Vermögensverwaltung Incrementum zeigt, wurde quasi jeder Konjunktureinbruch der letzten 100 Jahre von steigenden Zinsen eingeleitet. Zwar gab es die meisten Einbrüche erst, als die Zentralbanken wieder den Rückwärtsgang einlegten. Dann war das Kind jedoch meist bereits in den Brunnen gefallen.