Grafik der Woche – iPhone-Inflation

Wer etwas über Preissetzungsmacht erfahren will, sollte sich Apple ansehen. Denn der iPhone-Hersteller schafft seit Jahren ein Kunststück, das wenigen Unternehmen gelingt. Während Elektronikgeräte tendenziell mit zunehmender Marktdurchdringung und technologischem Fortschritt immer günstiger werden, konnte Apple seit der Einführung des iPhones fast jedes Jahr höhere Preise für die jeweiligen Top-Modelle oder Basis-Modelle seines Smartphones durchsetzen. Lediglich eine abgespeckte Basisversion (iPhone SE) wurde im Zeitablauf günstiger. Dies dürfte wohl das Zugeständnis an die Emerging Markets und die preissensiblere Zielgruppe in den westlichen Ländern gewesen sein.

Das Gros der Kunden scheinen Apple jedoch bedingungslos zu folgen, egal welchen Preise aufgerufen werden. So zeigen die jüngsten Zahlen zwar, dass Apple im abgelaufenen Quartal mit 46,9 Mio. Stücken zwar kaum mehr Smartphones abgesetzt hat wie im Vergleichsquartal 2017 (46,7 Mio. Stück), der Umsatz mit 37,2 Mrd. USD jedoch satte 29% über 2017 lag. Noch scheinen die Kunden also zu den teureren Modellen zu greifen. Woran dies liegen könnte und was Investoren-Legende Warren Buffett in Apple zu sehen scheint, haben wir im gestrigen Smart Investor Weekly thematisiert.