Musterdepot SIW 50/2018 vom 12.12.2018

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Zwar haben wir uns erst im Oktober zum Kurs von 137,20 EUR mit Verlust von unserer restlichen Position in Hochdorf (akt. Kurs 90,90 EUR, WKN A0MYT7) verabschiedet. Nach einer weiteren Gewinnwarnung und einem beschleunigten Kursverfall der Aktie stellte sich der gerissene Stop-Loss jedoch als richtig heraus. Was ist bei Hochdorf schief gelaufen? Aus heutiger Perspektive waren die Erwartungen des Unternehmens an das Geschäft mit Babymilchpulver viel zu optimistisch. Enttäuschte in der Vergangenheit das alte Kerngeschäft mit den Zulieferprodukten für die Schokoladenindustrie, stellt sich nun auch der Zukauf Pharmalys als Rohrkrepierer dar. Dieser wurde noch dazu am Höhepunkt des Zyklus zu einer sportlichen Bewertung übernommen. Die Tatsache, dass das Management erst drei Wochen vor Jahresende mit der Gewinnwarnung um die Ecke kommt, zeigt, dass die Prozesse an mehreren Stellen nicht stimmen können. Diese Entwicklung hätte das Management früher vorhersehen müssen. Wie geht es nun bei Hochdorf weiter? Bislang scheint das Unternehmen noch an den Weihnachtsmann zu glauben, der spätestens für das neue Jahr die Kehrtwende bringt. Mit den Zahlen für das Gesamtjahr und dem darin gegebenen Ausblick dürfte klar werden, dass dies nicht realistisch ist.

Mit unserem DAX-Short und einer konservativen Ausrichtung des Depots haben wir den Rückgang an den Börsen bislang verhältnismäßig gut überstanden. Sollte es nun zu einer technischen Reaktion kommen, werden wir in dem Short natürlich einen Rückgang sehen. Da wir diesen jedoch als Absicherung ansehen, wollen wir hier nicht auf Kursgewinne spekulieren.

Fonds-Musterdepot

Keine Veränderungen

 

* Hinweis auf mögliche Interessenkonflikte (siehe ausführliche Erklärung)

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