Ersparnisse in akuter Gefahr

Dr. Holger Schmitz

Während die EZB an Niedrigzinsen festhält, liegt die Inflationsrate auf dem höchsten Stand seit Jahren. Dass die Ersparnisse der Deutschen bedroht sind, ist der Bundeskanzlerin jedoch gleichgültig. Für sie ist Inflation eine gute Möglichkeit, die hohen Bestände der Staatsschulden zu entwerten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält an ihrer Niedrigzinspolitik fest. Gleichzeitig liegt die Geldentwertung in Deutschland mit aktuell 2,5% auf dem höchsten Stand seit dem Ausbruch der globalen Finanzkrise. Für die Deutschen bedeutet das: Ihre Ersparnisse sind in akuter Gefahr.

Bundeskanzlerin Angela Merkel müsste jetzt eigentlich großes Interesse daran haben, dass die EZB endlich von ihrer Politik des billigen Geldes abrückt. Doch weit gefehlt. Merkel versagte bereits vor einigen Jahren Axel Weber ihre Unterstützung für einen Wechsel an die Spitze der Zentralbank. Damit machte sie den Weg frei für den Italiener Mario Draghi, der mit negativen Zinsen die Sparvermögen der Bürger entwertete. Und nun verzichtete die Bundeskanzlerin erneut darauf, mit Jens Weidmann einen auf Inflationsvermeidung bedachten Kandidaten als Präsidenten der EZB zu installieren. Doch warum sollte Frau Merkel auch auf Geldwertstabilität abzielen? Inflation hilft den Regierenden in Europa dabei, die turmhohen Bestände staatlicher Verbindlichkeiten zu entwerten. Da stört es wenig, wenn dadurch auch die Vermögen der Bürger angegriffen werden.

Lebensversicherungen liegen auf dem Sterbebett

Ganz besonders gefährdet sind in diesem Szenario Kapitallebensversicherungen,
die in Deutschland gerade zur Altersvorsorge sehr häufig abgeschlossen werden. Rund 88 Mio. Lebensversicherungsverträge gibt es in Deutschland. Statistisch hat also jeder Bürger mehr als eine. Doch sie garantieren längst keine Sicherheit mehr. Im Gegenteil: Versicherten droht der Verlust ihrer eingezahlten Beiträge. Denn auf die deutschen Lebensversicherer kommen große finanzielle Schwierigkeiten zu, wenn die Leitzinsen weiterhin so niedrig bleiben.
Hierzu passt, dass der § 314 des Versicherungsaufsichtsgesetzes im Januar 2016 geändert wurde. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nun direkten Zu- und Eingriff auf und in die Ersparnisse von Lebensversicherungskunden. In letzter Konsequenz führt dies dazu, dass Versicherte teilweise oder sogar ganz auf ihre Ansprüche verzichten müssen.

Gold und Silber sind wieder interessant

Eine sinnvolle Alternative zu Kapitallebensversicherungen sind Edelmetalle. Gold und Silber überzeugen durch enorm hohe Wertbeständigkeit. Gerade Gold ist berühmt dafür, auch über sehr lange Zeiträume einen vollständigen Kaufkrafterhalt zu gewährleisten. Seit Anfang 2018 ist der Preis für Gold zwar um rund 10% gefallen, der von Silber sogar um ca. 15%. Dieser Rückgang war jedoch maßgeblich durch eine hohe Anzahl an Short-Kontrakten bedingt, mit denen Spekulanten auf fallende Notierungen wetteten. Da keine fundamentalen Gründe für die Preisentwicklung vorliegen, könnte jetzt genau der richtige Zeitpunkt sein, in die Edelmetalle zu investieren.
Ersparnisse

 

Dr. Schmitz ist bereits seit 1988 in der Vermögensverwaltung tätig und arbeitete mehrere Jahre bei der FIDUKA Depotverwaltung im direkten Austausch mit Börsenlegende André Kostolany zusammen, bevor er sich 1993 selbstständig machte. Neben der individuellen Beratung und dem persönlichen Depotmanagement erhalten Kunden durch die Kooperation mit der SCHMITZ & PARTNER AG – Privates Depotmanagement die Möglichkeit, in zwei sich ergänzende Vermögensverwaltungsfonds zu investieren: den Schmitz & Partner Global Offensiv sowie den Schmitz & Partner Global Defensiv. Die SCHMITZ & PARTNER AG – Privates Depotmanagement mit Sitz im Tessin, Schweiz, wurde 1997 zur individuellen Betreuung im Vermögensverwaltungsbereich gegründet. Die SCHMITZ & PARTNER AG arbeitet partnerschaftlich mit der 2005 ebenfalls von Dr. Holger Schmitz gegründeten Schmitz & Cie. GmbH – Individuelle Fondsberatung mit Sitz in München zusammen.