Hoffnungsschimmer aus dem Reich der Mitte

An den Märkten ging es zuletzt merklich bergab. Vor allem Europas Börsen litten unter den politischen Risiken wie dem Brexit oder Italiens Haushaltsstreit mit Brüssel. Aber auch der globale Abverkauf an den Aktienmärkten und die Entwicklung in den Schwellenländern trugen zu den Verlusten bei. Hinzu kam eine konjunkturelle Abkühlung, die ein Ende der jahrelangen Hausse signalisiert. Den Unternehmen scheint langsam die Luft auszugehen. Reihenweise kürzten vor allem die exportstarken DAX-Unternehmen ihre Jahresprognosen. Und auch die längerfristigen Aussichten verheißen derzeit nichts Gutes. So senkten Fresenius und HeidelbergCement ihre Prognosen, und Unternehmen wie Henkel, die Deutsche Post, BMW, Daimler und Continental bereiten sich und ihre Investoren auf schwächere Zeiten vor.

Chinas Wirtschaft kühlt sich ab

Doch Frank Fischer, der Manager des weltweit investierenden Mischfonds PRIMA – Globale Werte (WKN: A0D9KC), sieht vor allem China als einen möglichen Katalysator für eine positive Entwicklung. Im dritten Quartal 2018 wuchs Chinas Bruttoinlandsprodukt zwar nur noch um 6,5%. Doch schon im Frühjahr war Pekings Prognose für das gesamte Jahr eher vorsichtig ausgefallen und hatte das Wachstum genau bei diesem Wert erwartet. Von daher waren die Märkte auf eine solche Entwicklung vorbereitet. So ist auch besonders die Stimmung der institutionellen Anleger eher positiv, was die Perspektiven für Chinas Wirtschaft angeht. Der dortige Aktienmarkt arbeitet sich zwar analog zu den anderen Märkten vorerst noch ab, wobei Aktien aus dem Reich der Mitte den schlimmsten Einbruch aber schon hinter sich haben dürften. Bei Einzeltiteln gab es bereits Korrekturen von 30% bis 50%. Mit der momentanen Zins- und Liquiditätspolitik demonstriert Peking aber, dass es im Handelskrieg mit den USA dagegenhält und, zumindest im Inland, nicht von allzu großer Schwäche betroffen ist. Pekings Führung will sich keine schwache Wirtschaft leisten. „Zinsen runter, Liquidität rauf“ lautet deshalb die Pekinger Devise. So kann es dort gegen Ende des Jahres sogar noch zu einer Jahresendrally kommen, auch wenn die jüngsten Makrodaten vom Markt erst einmal verdaut werden müssen.

Europäische Aktien haben wieder Potenzial

Und auch in Europa gibt es durchaus Anlass zur Hoffnung. Auch wenn die politischen Risiken bleiben, erwarten die Analysten für den STOXX 600 in diesem Jahr noch immer ein durchschnittliches Wachstum der Gewinne pro Aktie von 7,8%. 2019 sollen es sogar 9,3% werden. Das mag für viele Anleger angesichts der angespannten Situation an den Märkten vielleicht etwas zu optimistisch klingen, bleibt aber trotz der konjunkturellen Abschwächung durchaus im Rahmen des Möglichen. Doch derzeit ist eher Vorsicht geboten. So wurde auch im Prima – Globale Werte die Aktienquote merklich gesenkt bzw. mithilfe von Derivaten abgesichert. Trotzdem gehören Aktien von Unternehmen wie Berkshire Hathaway, Croda, Verisign oder die chinesischen Werte Tencent und Alibaba zu den Kerninvestments des Fonds. Denn trotz aller Ungewissheit: Ganz vom Markt verabschieden sollte man sich nicht.

 

Thomas Hellener ist Vorstand der VSP Financial Services AG und seit Juni 2013 Geschäftsführer der Tochtergesellschaft PRIMA Fonds Service GmbH. Diese ist eine unabhängige Investmentboutique für innovative und qualitativ hochwertige Investmentfonds. Die Prima-Fonds werden von externen Vermögensverwaltern und Fondsmanagern gemanagt, die über eine langjährige Expertise in ihren jeweiligen Schwerpunktbereichen verfügen, wie zum Beispiel Dr. Hendrik Leber,  ACATIS Investment GmbH (Fondsmanager des PRIMA – Global Challenges, WKN: A0JMLV), oder Frank Fischer, Shareholder Value Management AG (Fondsmanager des PRIMA – Globale Werte, WKN: A0D9KC). Weitere Informationen unter: www.primafonds.com