Grafik der Woche – Richtungswechsel

Quelle: Fed, Bloomberg, BANTLEON

Die US-Notenbank überraschte bei ihrer jüngsten Sitzung mit einer deutlichen Abwärtskorretur ihrer Leitzinsprognosen. Laut Dr. Andreas Busch, Senior Analyst der Bantleon Bank, hatten im Dezember noch 15 der 17 Offenmarktausschussmitglieder mit einer weiteren Zinserhöhung um 25 Basispunkte in 2019 gerechnet, nun sind es nur noch sechs. Im Median erwarten die Fed-Chefs damit 2019 gar keinen Zinsschritt mehr. Letztendlich vollziehen die Notenbanker damit nur die Erwartungshaltung der Märkte nach, die an den Terminbörsen bereits erste Zinssenkungen einpreisen. Mittelfristig divergieren die Erwartungen der Anleger und die Prognosen der Zentralbanker allerdings nach wie vor. Während der Markt ab 2020 sogar mit einer weiteren Zinssenkung rechnen, glaubt die Fed nach wie vor, die monetäre Straffung fortsetzen zu können. Ende nächsten Jahres wird man wissen, wer Recht hatte…